Brain Fog  - wenn das Gehirn im Nebel festhängt

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Brain Fog oder Bewusstseinseintrübungen sind ein länger bekanntes Phänomen. Aber erst durch Corona, beziehungsweise den starken Anstieg der Betroffenen im Zusammenhang mit Long Covid, rückt diese Erkrankung stärker in den Fokus der Medizin.

Welche Symptome hat man bei Brain Fog?

 

Brain Fog ist wie der Nebel in der Natur.  Betroffenen fällt es schwer ihn zu fassen und zu beschreiben und das macht die Diagnose um so schwerer. Viele fühlen sich zusätzlich von ihrem Arzt nicht ernst genommen.

Brain Fog ist eine Störung der exekutiven Funktionen. Erkrankte haben Probleme mit der Konzentration, der Wortfindung, dem Behalten von Informationen, dem Ausblenden von Ablenkungen oder allgemeine geistige Erschöpfung.

Vielen fällt es schwer einfachste Probleme des Alltags zu lösen. Sei es kurze Texte zu verstehen oder die Spülmaschine einzuräumen.
Dabei kann es nicht nur ältere Menschen treffen. Auch junge Menschen im besten mentalen Alter gehören zu den Erkrankten.

 

Was sind die häufigsten Ursachen von Brain Fog?

Die Bewusstseinseintrübung entwickelt sich nicht nur bei Long Covid. Verschiedenste Gehirnfunktionsstörungen können zu den Symptomen führen und durch ihre Vielfältigkeit Therapiemöglichkeiten und Prognosen kompliziert machen.

Auslöser können psychische Belastungen wie Depressionen, Schlafentzug, Stress oder Angstzustände sein. Aber auch Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Myalgische Enzephalomyelitis, Fibromyalgie, HIV, epileptische Anfälle oder Alzheimer gehören dazu.

 

Wie wird Brain Fog diagnostiziert?

Da es für Betroffene schon eine Herausforderung ist, ihre Symptome zu beschreiben, gestaltet sich die Diagnostik sehr schwierig. Mediziner prüfen in diesem Zusammenhang einerseits die Hirnfunktionen, das Merk- und Erinnerungsvermögen, die Muskelkraft und die Koordinationsfähigkeit, aber auch Augentests gehören dazu. Sie sind außerdem Bestandteil der Untersuchung auf Long Covid.

Diagnose Brain Fog
 
Brain Fog als Komplikation von Covid-19

Seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnen Neurologen und Krankenhäuser einen deutlichen Anstieg an Patienten mit Brain Fog. Inzwischen weiß man, dass etwa 20 bis 30 Prozent der Corona-Erkrankten nach ihrer Infektion Brain Fog entwickeln. 

Doch inzwischen scheint sich Hoffnung für die Betroffenen von Long Covid und Brain Fog abzuzeichnen. Das Medikament BC 007 eines Berliner Unternehmens wurde vor einigen Jahren gegen schwere Herzerkrankungen entwickelt und wird aktuell in der Glaukomforschung eingesetzt. Da nicht nur bei einem Glaukom die Durchblutung im Auge eingeschränkt wird, sondern auch bei Long Covid, wurde beschlossen auch in diesem Bereich zu forschen.
Die Ergebnisse übertrafen sämtliche Erwartungen. Long-Covid-Patienten berichteten von deutlichen Verbesserungen des Brain Fogs und ihres Denkvermögens.

Ziel ist es nun, durch weitere Forschung das Medikament weltweit für Long-Covid- und Brain-Fog-Betroffene zugänglich zu machen.

 
Was Sie selbst tun können.

Mediziner raten zu einem aktiven und achtsamen Lebensstil. Dazu gehört eine gesunde Ernährung, Bewegung, ausreichend Schlaf und die Vermeidung von Alkohol.
Außerdem sollte man sich die Menschen Unterstützung anderer Betroffener suchen. Zu sehen, dass man nicht allein ist und sich gegenseitig unterstützen kann, hilft gegen die Einsamkeit und das Unverständnis Außenstehender.

Die richtige Ernährung

  • Zuckerarme Ernährung

  • auf gesunde Fette achten

  • ausreichend Omega-3-Fettsäuren, z.B. aus:

    • Nüssen

    • fettem Seefisch

    • Eier

    • Avocados

  • ausgiebig trinken, das Gehirn besteht zu 75% aus Wasser

gesundes Essen | Brain Fog

Auf diese Nährstoffe sollten Sie achten!

  • Omega-3: Wie bereits angesprochen, benötigt das Gehirn gute Fettsäuren. Die oben genannten Lebensmittel bieten eine gute Möglichkeit, den Bedarf zu decken. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Supplementierung mit Omega-3-Kapseln.
     

  • Vitamin B12: Ein Vitamin B12-Mangel ist in Deutschland leider weit verbreitet. Zu den Symptomen gehört eine eingeschränkte kognitive Leistungsfähigkeit.
     

  • Vitamin D: Das Sonnenhormon hat viele Aufgaben in unserem Körper. Hierüber haben wir bereits einen umfangreichen Beitrag geschrieben - zum Artikel.
    Ein Vitamin-D-Mangel kann sich auf die Laune auswirken und sogar Depressionen auslösen.
     

  • Magnesium: Ein Magnesiummangel ist recht verbreitet. Die Folgen sind Konzentrationsprobleme, Müdigkeit und auch nachlassende kognitive Fähigkeiten.

Trinken Sie genug?

Unser Gehirn besteht zu etwa 75% aus Wasser. Schon bei einem Verlust von nur 2% können die kognitiven Fähigkeiten deutlich nachlassen. Aufgrund größerer körperlicher Belastungen, oder Stress kann man das Trinken schonmal vergessen. Grundsätzlich sollten Sie aber auf etwa 2 bis 3 Liter am Tag kommen.

Frau trinkt Wasser

Besser schlafen mit Ashwagandha

Schlafmangel ist einer der häufigsten Gründe für Brain Fog. Wenn das Gehirn nicht abschalten kann, erholt es sich nicht und ist am nächsten Tag nicht leistungsfähig. Außerdem wird Gelerntes während des Schlafes verarbeitet.

Die chemische Behandlung der Schlaflosigkeit ist meist mit vielen Nebenwirkungen behaftet. Hier kann die Ashwaganha-Pflanze eine Alternative sein. Zwar gibt es zurzeit nur Versuche an Mäusen. Dort wurde jedoch ein deutlich besserer Schlafeffekt gemessen. Anwender führen die schlaffördernde Wirkung auf den beruhigenden und stresslösenden Effekt der Ashwagandha-Blätter zurück. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Ashwagandha nicht zu Tagesmüdigkeit führt.

Raibu® BIO Ashwagandha Bio Qualität ohne Zusätze in Deutschland hergestellt

Haben Sie Stress?

Wenn wir über längere Zeit Stress haben, befindet sich unser Gehirn im „Überlebensmodus“.

Durch den Stress schüttet der Körper vermehrt Cortisol aus, was die Entstehung freier Radikale begünstigt. Das kann die Gehirnzellen schädigen.