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Achillodynie: So behandeln Osteopathen

Bei der Achillodynie handelt es sich um eine schmerzhafte Reizung der Achillessehne. Oft findet sich eine druckempfindliche Schwellung oberhalb des sehnigen Ansatzes am Knöchel. Da die Achillessehne bei fast allen Bewegungen beansprucht wird, kann eine Verletzung oder Erkrankung dieser Sehne sehr schmerzhaft sein.

Achillodynie Osteopathie in Hamburg
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Wie entsteht die Achillodynie?

Die Achillodynie entsteht meist aufgrund einer chronischen Überbelastung. Daher sind Sportler häufiger betroffen. Speziell intensives Lauftraining erhöht das Risiko.
Aus osteopathischer Sicht führen auch Dysfunktionen (Knick-Senkfuß, Beckenschiefstand, etc), speziell im Fuß und/oder im Becken zu einer chronischen Überlastung. Auch zurückliegende Bandverletzungen, die zu einer Instabilität oder Vernarbung geführt haben, belasten die Sehne unphysiologisch.

Ursachen für Achillodynie auf einen Blick:
 

  • Sportler (vor allem Läufer)

  • Falsches Schuhwerk

  • Fehlstellungen und Dysfunktionen

  • Bänderverletzungen

Sprunggelenkanatomie mit einer Reizung der Achillessehne

Welche Symptome habe ich bei Achillodynie?

Ein typisches Symptom der Achillodynie ist der Anlaufschmerz, den Betroffene häufig morgens nach dem Aufstehen wahrnehmen. Im weiteren Verlauf lösen Belastungen, wie der „Zehenspitzenstand“, oder Treppensteigen Schmerzen aus.

In der Mitte der Sehne entwickelt sich mit fortschreitender Chronifizierung eine kolbenförmige Schwellung und es kann beim Heben und Senken des Fußes zum sogenannten „Schneeballknirschen“ kommen.

Was hilft gegen Achillodynie?

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Wichtig ist es, die betroffene Sehne zu entlasten. Dazu können Fersenerhöhungen getragen werden, um den Zug von der Achillessehne zu nehmen. Sie brauchen keine Angst haben, dass die Wadenmuskulatur dadurch verkürzt. Diese Erhöhung ist nur als Übergangslösung gedacht, um die akute Entzündung zu verringern.

Auf sportliche Belastungen sollten Sie für drei Wochen verzichten. Im Rahmen der Behandlung zeigen wir Ihnen wie Sie die betroffene Muskulatur fachgerecht dehnen.

Wie behandeln Osteopathen bei Achillodynie?
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Wie immer geht der eigentlichen Behandlung eine grundlegende Diagnostik voraus. Hier wird der Fuß als lokal wichtige Struktur untersucht. Ein Knick-Senkfuß, und/oder eine Dysfunktion des Fersenbeins (Calcaneus) haben einen unmittelbaren Einfluss auf die Achillessehne.

Auch das Becken ist hier von zentraler Bedeutung, da sich Dysfunktionen hier direkt über unsere Faszien nach unten fortsetzen können. Finden sich Verwachsungen der inneren Organe im Becken, kann es Zirkulationsproblemen der Arterien, Venen und des Lymphsystems kommen. Da die Achillessehne bereits physiologisch nicht gut durchblutet ist, kann es so zu einer zusätzlich verschlechterten Nährstoffversorgung kommen.

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Welche Übungen helfen bei Achillodynie?

Diese drei Übungen können Sie zu Hause selber machen. Wir empfehlen jedoch, die akute Entzündungsphase abzuwarten.

Übung 1: Rollmassage mit der Faszienrolle

Faszienrolle bei Achillodynie 1
Faszienrolle bei Achillodynie 2

Mit der Faszienrolle verbessern Sie die Durchblutung und den Muskelstoffwechsel.

Durchführung:
Mit der Faszienrolle rollen Sie langsam von unten (Ferse) nach oben in Richtung Knie. So arbeiten Sie die komplette Wade (links-mitte-rechts) durch.

Diese Übung können Sie schon vorsichtig in der Akutphase durchführen.

Übung 2: Dehnung der Wadenmuskulatur

Dehnung der Wadenmuskulatur

Durch die moderate Dehnung der Wadenmuskulatur wird die Spannung im Muskel normalisiert.

Durchführung:
Das vordere Bein ist gebeugt, das hintere Bein wird gestreckt, bis eine angenehme Dehnung in der Wade spürbar ist.
 

3 x 30 Sekunden halten
 

Diese Übung erst nach der Akutphase durchführen.

Übung 3: Exzentrische Wadenkräftigung

Wadenkräftigung bei Achillodynie 1
Wadenkräftigung bei Achillodynie 2

Durch die exzentrische Kräftigung wird der Muskel-Sehnen-Komplex verbessert.

Durchführung:
Aus dem Zehenspitzenstand langsam und kontrolliert nach unten sinken. Diese Übung können Sie auch einbeinig machen.

 

3 x 10 Wiederholungen
 

Diese Übung erst nach der Akutphase durchführen.

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