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Beckenverwringung aus Sicht der Chiropraktik und Osteopathie

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Die Beckenverwringung (Beckenschiefstand) ist immernoch kaum bekannt. Für Osteopathen und Chiropraktiker ist sie dafür aber umso bedeutender, denn viele Menschen leiden unter ihr und den daraus entstehenden Schmerzen.
Die Auswirkungen betreffen jedoch nicht nur das Becken, sondern können sich auf die Beine, den Rücken bis in die Schultern und den Kopf ausweiten. So kann eine Beckenverwringung sogar zu Kopfschmerzen und Schwindel führen.

Wie entsteht eine Beckenverwringung?

Wie entsteht eine Beckenverwringung?

Es gibt viele Ursachen für einen Beckenschiefstand. Stürze oder Unfälle können eine Beckenverwringung auslösen und manchmal reicht es bereits, sich zu vertreten, weil man die letzte Treppenstufe übersehen hat. Aus osteopathischer, bzw. chiropraktischer Sicht können natürlich auch Dysfunktionen in anderen Körperregionen auslösend sein. Hier wäre beispielsweise eine Fehlstatik in den Füßen eine häufige Ursache. Früher fand sich die Ursache für den Beckenschiefstand auch gerne in der Geldbörse, die den ganzen Tag in der Gesäßtasche steckte und auf der wir dann saßen.
 

Wenn Ihr Hüftbeugemuskulatur verspannt ist, kann sich das Becken in sich verdrehen. Der Iliopsoas, ein sehr starker Hüftmuskel, ist verantwortlich für die Beweglichkeit der Beine und die Stabilität beim Stehen und Gehen. Unter anderem durch Stresshormone kann sich in unserer Körpermitte der Muskeltonus verstärken und zu myofaszialen Verspannungen führen. Als Folge verspannt sich der Iliopsoas links und die Rückenmuskeln und Adduktoren rechts. So entsteht die Verwringung des Beckens und damit eine funktionelle Beinlängendifferenz. Diese Fehlstatik kann zu Störungen im gesamten Körper führen.

Typische Verursacher oder Verstärker der Verwringung sind:
 

  • Überlastung der Rückenstrecker durch langes Stehen, Verheben oder Verkühlen

  • Muskelverkürzungen durch zu langes Sitzen

  • Irritationen oder Verletzungen von Gelenken die myofaszial mit der Lendengegend verbunden sind

Welche Symptome hat eine Beckenverwringung?

Welche Symptome hat eine Beckenverwringung?

Die Verwringung des Beckens und die damit einhergehende Beinlängendifferenz können sich auf die gesamte Wirbelsäule und damit über die Nervenbahnen auch auf die Organe und andere Körperregionen auswirken.

Die Folgen können sein:
 

  • Rückenschmerzen

  • Beinschmerzen

  • Hüftschmerzen

  • Kopf- und/ oder Nackenschmerzen

  • Schulter- und Armschmerzen

  • Schwindel

  • Sehstörungen

  • Tinnitus

  • Skoliose

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Die Schmerzen treten meist morgens oder nach längerem Sitzen in Form von Anlaufschmerzen auf, die sich durch Bewegung und Wärme bessern können. Langes Sitzen, schweres Heben oder einfaches Bücken verschlimmern die Symptome.

Wie wird die Beckenverwringung diagnostiziert?

Wie wird die Beckenverwringung diagnostiziert?

Da die Beckenverwringung so vielfältige Symptome verursachen kann, die keinesfalls nur auf die Beckenregion beschränkt sein müssen, ist eine umfangreiche Diagnostik wichtig. Diese fängt mit einer gründlichen Anamnese an. Hier werden nicht nur die aktuellen Beschwerden, sondern auch die aktuelle Lebenssituation, alte Verletzungen oder Operationen besprochen.
Während der Untersuchung prüft der Therapeut die Beckenstatik. Gibt es Dysbalancen oder Asymmetrien, sind die Beine gleich lang und wie verhält es sich mit den muskulären Spannungen.
Weiterhin wird nach Wirbelblockaden oder Nervenläsionen gesucht.
So ganzheitlich wie die Untersuchung ist, so ganzheitlich muss auch behandelt werden. Ziel ist es schließlich nicht nur die Beschwerden selbst, sondern auch vor allem die Ursachen zu beseitigen.

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