Durch eine sanfte manuelle Behandlung möchte die Osteopathie körperliche Spannungen ausgleichen und die Symmetrie von Körperstruktur und Funktion wiederherstellen, mit dem Ziel dem Organismus einen entscheidenden Impuls zur Selbstregulierung zu geben. Die Behandlung im Säuglings- und Kindesalter hat daher auch eine wichtige präventive Funktion, da in dieser Lebensphase die Entwicklung positiv beeinflusst und geprägt werden kann. Die stetig wachsenden und sich entwickelnden Körper von Kindern sind in der Lage therapeutische Reize sehr schnell, umfassend und langanhaltend zu integrieren. Da uns vor allem kleine Kinder nicht Worten sagen können, wo genau ihre Probleme liegen, ist die sorgfältige Überprüfung des gesamten Körpers bei der osteopathischen Behandlung eine große zusätzliche Hilfe dabei ein Kind in seiner Entwicklung zu beurteilen und es in seiner Entwicklung zu unterstützen. Ziel der Osteopathie bei Säuglingen und Kindern ist es, ihrem Kind durch sanfte Techniken den bestmöglichen Start in das Leben zu ermöglichen und eine gesunde Entwicklung zu fördern.
Dieses umfassende Wissen ermöglicht es uns als Osteopathen sie und ihr Kind auf ihrem Weg zu körperlichem Gleichgewicht, Wohlbefinden und Gesundheit an die Hand zu nehmen. Viele Eltern nutzen Osteopathie mittlerweile als vorbeugende Maßnahme, um ein durch die Geburt verursachtes Trauma frühzeitig zu behandeln. Daher ist es wichtig, die Symptome Ihres Kindes richtig einzuschätzen. Wenn Sie eine behandlungsbedingte Krankheit vermuten, sollten Sie Ihr Kind an einen Kinderarzt oder Spezialisten überweisen. Dies bedeutet auch, dass Therapeuten in einem gut funktionierenden Netzwerk arbeiten sollten, um Kindern und Eltern angemessene Betreuungsmöglichkeiten zu bieten. Eine Zusammenarbeit mit Kinderärzten, Orthopäden, Neurologen, Optikern, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Sporttherapeuten ist wünschenswert. Normalerweise haben Osteopathen 30-45 Minuten Zeit, um sich mit dem Kind zu befassen. Daher besteht eine gute Möglichkeit, Abweichungen von der normalen Entwicklung zu identifizieren und zu bewerten.

Osteopathie für Säuglinge und Kleinkinder
Kinderosteopathie
im Osteoversum Hamburg
Die Entwicklung des Kindes in den ersten Lebensjahren setzt besondere Kenntnisse beim Osteopathen voraus. Aus diesem Grund wird Ihr Kind bei uns ausschließlich von Osteopathen behandelt, die nach ihrer Ausbildung ein qualifiziertes Aufbaustudium im Bereich Kinderosteopathie absolviert haben.
Wenn Sie das erste mal zu uns kommen, erfolgt erstmal eine umfangreiche Untersuchung. Hierbei werden nicht nur den aktuellen Beschwerden abgefragt, sondern auch Informationen aus der Vergangenheit, wie zum Beispiel Geburtstraumata.
Die körperliche Untersuchung erfolgt, je nach Alter und Entwicklungsstand im Stehen und beim Laufen. Anschließend im Sitzen und Liegen.
Der Osteopath gewinnt Informationen über Nährstoffversorgung der Gewebe und die Beweglichkeit der Knochen, Muskeln und Organe.
Alle Informationen, die der Osteopath durch das Anamnesegespräch, die Inspektion und die körperliche Untersuchung gewinnt, führt ihn zu seiner Diagnose und der daraus folgenden Behandlung.

Unsere Kinderosteopathen

Luisa Schmidt
M.Sc. Osteopathie (Kinderosteopathie)

Gebhard Hamborg
HP Osteopathie (Kinderosteopathie)

Hendrik Fisahn
B.Sc. Osteopathie
(Kinderosteopathie)
Nachfolgend haben wir einige Beschwerdebilder aufgelistet, zu denen uns Eltern mit ihren Kindern konsultieren:
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Probleme beim Stillen
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Schluckbeschwerden
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Verdauungsbeschwerden
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Schlafprobleme
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Probleme bei der Lautbildung
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Das Baby schreit viel
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Schiefhals oder andere Bewegungsstörungen
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Kopf ist abgeflacht oder verformt

Um Ihrem Kind die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen, ist uns die Zusammenarbeit mit anderen Therapeuten, wie Kinderärzten, Logopäden oder Physio- und Ergotherapeuten wichtig.
Aus rechtlichen Gründen möchten wir darauf hinweisen, das wir keinerlei Heilungsversprechen geben dürfen.
Häufige Patientenfragen zur Kinderosteopathie
Ab welchem Alter kann ein Kind osteopathisch behandelt werden?
Grundsätzlich schon im Säuglingsalter. Viele Eltern suchen bereits mit Neugeborenen Hilfe, andere erst im Kleinkindalter oder später bei Haltungs, Bewegungs oder Entwicklungsfragen. Wichtiger als das Alter ist aber immer die Frage, ob Beschwerden vorher kinderärztlich eingeordnet wurden, vor allem bei sehr jungen Babys.
Mit welchen Problemen kommen Eltern am häufigsten zur Kinderosteopathie?
Viele Eltern suchen eine Kinderosteopathie-Praxis auf, wenn ihr Baby oder Kind Beschwerden zeigt, für die sich auf den ersten Blick keine klare Ursache finden lässt. Besonders häufig sind starkes Schreien, ausgeprägte Unruhe, Schwierigkeiten beim Trinken oder Saugen, auffällige Lieblingshaltungen des Kopfes, Schädelasymmetrien, Blähungen, Verstopfung oder andere Verdauungsbeschwerden. Bei älteren Kindern kommen oft Haltungsauffälligkeiten, motorische Unruhe, Bewegungseinschränkungen oder wiederkehrende Beschwerden am Bewegungsapparat hinzu. Der Wunsch der Eltern ist dabei meist gut nachvollziehbar. Sie erleben, dass ihr Kind unruhig ist, sich scheinbar nicht wohlfühlt oder bestimmte Bewegungen meidet, und suchen nach einer sanften, ganzheitlichen Unterstützung. Genau hier setzt die Kinderosteopathie an. Sie betrachtet nicht nur einzelne Symptome, sondern den gesamten Körper und versucht, Spannungen, funktionelle Einschränkungen und mögliche Zusammenhänge zu erkennen.
Kann Osteopathie bei Schreibabys helfen?
Viele Eltern von Schreibabys fühlen sich schnell hilflos und erschöpft. In solchen Fällen kann Osteopathie unterstützend wirken, wenn funktionelle Spannungen im Körper eine Rolle spielen. Häufig zeigen sich bei diesen Babys Einschränkungen im Bauchraum, im Zwerchfell oder im Bereich des Nervensystems. Diese können das Kind in eine Art „Daueranspannung“ versetzen. Durch gezielte, sanfte Behandlung kann sich das System oft beruhigen – das Kind wird ausgeglichener, schreit weniger und findet leichter in den Schlaf. Eine Garantie gibt es nicht, aber die Erfahrung zeigt, dass viele Familien profitieren.
Ist Kinderosteopathie sicher?
Ja, Kinderosteopathie gilt als sehr sichere Behandlungsmethode – vorausgesetzt, sie wird von gut ausgebildeten und erfahrenen Therapeuten durchgeführt. Unsere Kinderosteopathen haben alle ein fundiertes Aufbaustudium zum Thema absolviert. Die Techniken sind deutlich sanfter als bei Erwachsenen und werden individuell an Alter, Entwicklungsstand und Zustand des Kindes angepasst. Ein verantwortungsvoller Osteopath arbeitet immer im Rahmen seiner Möglichkeiten und zieht bei unklaren Befunden andere Fachdisziplinen hinzu.
Wie läuft eine Behandlung ab?
Am Anfang steht immer ein ausführliches Gespräch mit den Eltern. Dabei geht es um die Schwangerschaft, die Geburt, die Entwicklung des Kindes und die aktuellen Beschwerden. Anschließend untersucht der Osteopath das Kind mit den Händen. Dabei wird geschaut, wie beweglich bestimmte Strukturen sind und wo Spannungen bestehen. Die Behandlung selbst erfolgt mit sehr feinen Griffen – oft so subtil, dass Eltern überrascht sind, wie wenig „sichtbar“ passiert. Genau darin liegt jedoch die Stärke der Methode: Sie arbeitet mit dem Körper, nicht gegen ihn.
Tut die Behandlung meinem Kind weh?
Kinderosteopathie ist darauf ausgelegt, schmerzfrei zu sein. Der Druck ist minimal und orientiert sich an dem, was das Gewebe „zulässt“. Viele Babys reagieren während der Behandlung entspannt, einige schlafen sogar ein. Sollte ein Kind unruhig werden, wird die Behandlung entsprechend angepasst oder unterbrochen. Das Wohlbefinden des Kindes steht immer im Vordergrund.
Wie lange dauert eine Sitzung?
Eine Behandlung dauert in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten. Bei Säuglingen ist sie oft etwas kürzer, da ihre Aufmerksamkeitsspanne begrenzt ist. Wichtiger als die Dauer ist jedoch die Qualität: Kinder reagieren häufig sehr schnell auf Impulse, sodass weniger oft mehr ist.
Wie viele Behandlungen sind notwendig?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Manche Kinder zeigen bereits nach ein oder zwei Sitzungen eine deutliche Veränderung, andere benötigen mehrere Termine. Entscheidend sind die individuellen Voraussetzungen, die Art der Beschwerden und wie lange diese bereits bestehen. Ein erfahrener Osteopath wird den Verlauf regelmäßig überprüfen und die Behandlung entsprechend anpassen.
Kann Osteopathie die Entwicklung meines Kindes fördern?
Osteopathie kann keine Entwicklung „erzwingen“, aber sie kann Bedingungen verbessern. Wenn der Körper frei von Spannungen ist, kann er seine Funktionen besser entfalten. Das bedeutet konkret: Kinder bewegen sich oft leichter, wirken ausgeglichener und können Entwicklungsschritte natürlicher durchlaufen. Es geht also weniger um „Förderung“ im klassischen Sinne, sondern um das Schaffen optimaler Voraussetzungen.
Was sollte ich zur Behandlung mitbringen?
Neben dem U-Heft und eventuell vorhandenen Arztberichten ist vor allem eines wichtig: Zeit und Ruhe. Eine vertraute Decke oder ein Lieblingsspielzeug kann helfen, dem Kind Sicherheit zu geben. Je entspannter die Situation ist, desto besser kann die Behandlung wirken.









