Osteopathie: Sehen mit den Händen

Osteopathie | Osteoversum Hamburg

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Die Osteopathie zeichnet sich im weiten Bereich der befunderhebenden und therapeutischen Verfahren durch eine Besonderheit aus, denn beides wird rein manuell, also nur mit den Händen durchgeführt.

 

Für Außenstehende mag dies schwer zu glauben sein. Wie soll der Osteopath beispielsweise Krankheiten der inneren Organe ertasten, wie es in der viszeralen Osteopathie der Fall ist? 
Dennoch gehört aber genau das zum Handwerk eines gut ausgebildeten und erfahrenen Osteopathen. Dazu ist ein fundiertes anatomisches und physiologisches Wissen erforderlich. Und natürlich auch ausreichend Erfahrung.

Sehen mit den Händen

 

Wenn man die Gelenke außen vorlässt, kann man eine eingeschränkte oder gestörte Funktion im Körper nicht direkt erkennen. Aber man kann Veränderungen in der Beweglichkeit, der Bewegungsrichtung, den Rhythmus, oder zum Beispiel den Spannungszustand erspüren. All dies wären Anzeichen für eine Fehlfunktion eines Gewebes oder Organs.

 

Bei der Palpation, dem Abtasten oder Erspüren, legt der Therapeut die Hand auf den Körper, um zunächst Reaktionen der äußeren Gewebe und der Haut wahrzunehmen.
Wie fühlt sich die Haut an, warm oder kalt, ist sie trocken oder feucht. Auch eine Veränderung der Hautfarbe bei Berührung zu Weiß oder Rot spielt eine Rolle.

Schon aus diesen wenigen Anhaltspunkten kann ein Osteopath erste Schlüsse ziehen. Weiter geht es mit dem Spannungszustand des Gewebes. Ist es starr, oder gut beweglich und gibt es Bewegungsrichtungen, die eingeschränkt sind. Auch Ödeme, also Wassereinlagerungen lassen sich gut mit leichtem Druck palpieren. Sie

zeigen Schädigungen oder Stauungen tieferer Gewebeschichten an.

Parietale Osteopathie

Mit festerem Druck kann der Osteopath die Reaktion tieferer Gewebeschichten und Organe erspüren. Wie fühlt sich der Widerstand gegen die Hände an? Ist das Gewebe straff, strangförmig, knotig, weich oder federnd? Nimmt die Muskelspannung rasch zu, wenn der Druck der Hände verstärkt wird? Dies könnte auf eine Fehlfunktion hindeuten.

Auch Schmerzhaftigkeiten können auf diese Weise wahrgenommen werden. Dabei ist zu beachten, dass sich jedes Gewebe und jedes Organ anders anfühlt. Hier zeigt sich wieder, wie wichtig die Anatomiekenntnisse des Osteopathen sind.

 

Kalt, warm, straff, oder knotig, all diese und viele weitere ertasteten Wahrnehmungen müssen in einen Kontext gesetzt werden. Denn die Osteopathie betrachtet den Körper in seiner Ganzheitlichkeit. Nur so kann es mit der passenden Behandlung zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes und letztendlich mehr Vitalität kommen.

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