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Osteopathie bei Frozen Shoulder

Aktualisiert: 7. Mai 2025

Frozen Shoulder | Osteopathie Hamburg
Wie entsteht eine Frozen Shoulder und wie können ganzheitliche Methoden wie Osteopathie und Matrix-Rhythmus-Therapie helfen.



Stellen Sie sich vor, Sie möchten morgens Ihr Hemd anziehen oder abends den Pullover über den Kopf streifen, aber Ihre Schulter macht einfach nicht mehr mit. Jede Bewegung schmerzt, und die Schulter fühlt sich an, als wäre sie in einen starren Gipsverband gepackt. Genau dieses Gefühl beschreibt die sogenannte „Frozen Shoulder“ (medizinisch: Capsulitis adhaesiva), eine Erkrankung der Schulterkapsel, die umgangssprachlich auch „eingefrorene Schulter“ genannt wird.



Was ist eine Frozen Shoulder?


Die Frozen Shoulder ist eine Erkrankung, bei der die Schulterkapsel – das ist die den Oberarmkopf umgebende Hülle im Schultergelenk – entzündet und dadurch immer unbeweglicher wird. Anfangs steht der starke Schmerz im Vordergrund, der sich vor allem bei Bewegung bemerkbar macht und häufig auch in der Nacht auftritt. Diese Entzündung führt dann zu Verklebungen und Verwachsungen im Kapselgewebe, wodurch sich die Kapsel regelrecht zusammenzieht. Man könnte sich das wie ein Kleidungsstück vorstellen, das durch heißes Waschen eingelaufen ist und nun nicht mehr richtig passt.



Der Körperkompass

 

Der Körperkompass

Gesundheitswissen aus der Osteopathie-Praxis

 

Bestell-Nr. 1582ISBN-13: 978-3-8434-1582-8

248 Seiten, 154 x 205 mm, broschiert, mit zahlreichen farbigen Abbildungen

  



Wie lange dauert die Heilung einer Frozen Shoulder?


Die Erkrankung lässt sich in drei Phasen einteilen:


  1. Entzündungphase (ca. 4 Monate): In dieser Phase steht der starke, oft plötzliche Schulterschmerz im Vordergrund. Er ist bewegungsabhängig und kann besonders nachts unangenehm werden. Im Hintergrund läuft eine Entzündung der Gelenkschleimhaut und der Kapsel. Diese Phase ist für Betroffene besonders belastend, da jeder Handgriff schmerzen kann.

  2. Einsteifungsphase (ca. 8 Monate und länger): Die Schmerzen lassen nun langsam nach, doch die Beweglichkeit ist bereits erheblich eingeschränkt. Besonders schwierig sind Drehbewegungen des Armes nach innen oder außen. Die Schulter fühlt sich förmlich „eingefroren“ an, was sich auf viele Alltagsaktivitäten auswirkt. Ob beim Kämmen der Haare, beim Anziehen oder beim Greifen ins obere Küchenregal – die Einschränkungen sind nun deutlich spürbar.

  3. Auftauphase (kann Monate bis Jahre dauern): Irgendwann beginnt die Schulter wieder „aufzutauen“. Die Kapsel entspannt sich allmählich, Verwachsungen lösen sich, und die entzündlichen Prozesse klingen ab. Allerdings braucht diese Phase viel Zeit. Ohne gezielte Maßnahmen kann es Jahre dauern, bis die vollständige Beweglichkeit wiederhergestellt ist.

Frozen Shoulder | Capsulitis adhaesiva

Wodurch entsteht eine Frozen Shoulder?


Die Ursachen sind vielfältig und oft nicht eindeutig nachvollziehbar. Häufig tritt die Frozen Shoulder spontan auf, ohne dass ein klarer Auslöser ersichtlich ist. Mitunter spielen hormonelle Veränderungen, Stoffwechselstörungen oder Entzündungen im Körper eine Rolle. Stress, allgemeine Überlastung oder andere Funktionsstörungen können ebenfalls beteiligt sein.



Ein spannender osteopathischer Blickwinkel zeigt, dass der Ursprung manchmal ganz woanders liegen kann. Es ist möglich, dass die Nerven, die den Bereich der Leber versorgen, ausstrahlende Reize an die Schulter schicken und so dazu beitragen, dass dort Beschwerden entstehen. Oder ein Magenproblem, womöglich durch anhaltenden Stress verursacht, kann über komplexe nervliche und muskuläre Zusammenhänge die linke Schulter in Mitleidenschaft ziehen. Das klingt vielleicht überraschend, doch der menschliche Körper ist ein vernetztes System, in dem Organe, Muskeln, Nerven und Gelenke in ständiger Wechselwirkung stehen.



Behandlung: Schulmedizin trifft Osteopathie


Bei einer Frozen Shoulder empfiehlt es sich, möglichst frühzeitig therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Konventionelle schulmedizinische Ansätze reichen von Schmerzmitteln, entzündungshemmenden Medikamenten, Physiotherapie bis hin zu Injektionen ins Schultergelenk. Doch häufig verläuft der Heilungsprozess quälend langsam, und nicht selten kommen die Beschwerden nach einiger Zeit wieder.


Hier setzt die Osteopathie an. Sie betrachtet den Körper als Ganzes und macht sich auf die Suche nach den eigentlichen Ursachen des Problems, anstatt nur die Symptome an der Schulter selbst zu behandeln. Osteopathen untersuchen etwa, ob innere Organe, Faszien (bindegewebige Strukturen), Muskeln oder Gelenke an anderer Stelle im Körper aus dem Gleichgewicht geraten sind. Gerade wenn die Frozen Shoulder wiederholt auftritt, kann es sein, dass im Hintergrund ein bislang ungelöstes Problem schlummert, das die Schulter letztlich „einfrieren“ lässt.


So kann eine linksseitige Frozen Shoulder ihren Ursprung in einem Magenproblem haben, dass wiederum durch langanhaltenden Stress ausgelöst wurde. Dies stellt nur eine von vielen möglichen Grundursachen dar, die wir im Rahmen der Befundung feststellen. Umso verständlicher ist natürlich, dass eine nachhaltige Ausheilung ohne Rezidiv nur möglich ist, wenn man an die Ursachen geht und sich nicht ausschließlich mit der manuellen Behandlung der Schulter befasst.

Nur wenn diese Ursachen erkannt und behoben werden, kann ein dauerhaftes Ausheilen ohne erneute Beschwerden gelingen.



-Matrix Rhythmus Therapie bei Frozen Shoulder


Weitere Behandlungsmöglichkeiten: Matrix-Rhythmus-Therapie


Eine weitere Ergänzung zur osteopathischen Behandlung ist die Matrix-Rhythmus-Therapie. Sie macht sich die natürlichen, körpereigenen Schwingungen unserer Zellen zunutze. Stellen Sie sich vor, unser Körper schwingt im Rhythmus von etwa 8 bis 12 Mal pro Sekunde. Diese Mikrobewegungen sind essenziell dafür, dass Nährstoffe, Abwehr- und Abfallstoffe in unserem Körper an die richtigen Orte gelangen. Wenn diese Schwingungen gestört sind, kommt es zu Stauungen: Abfallstoffe werden nicht abtransportiert, Nährstoffe erreichen nicht ihr Ziel, und Verspannungen im Muskel- und Bindegewebe sind die Folge.


Matrix Rhythmus Therapie bei Frozen Shoulder

Genau hier setzt die Matrix-Rhythmus-Therapie an. Mit einem speziellen Gerät werden die betroffenen Bereiche in Schwingung versetzt, angepasst an die natürliche Frequenz unseres Körpers. Dadurch werden die körpereigenen Transportprozesse wieder angekurbelt, Verklebungen gelöst und Nährstoffe können wieder dorthin gelangen, wo sie benötigt werden. Muskelverspannungen lassen nach, das Gewebe wird geschmeidiger und die Beweglichkeit der Schulter kann sich deutlich verbessern. In der Praxis zeigt sich, dass bei einer Frozen Shoulder schon wenige Behandlungen im wöchentlichen Rhythmus spürbare Erleichterung bringen können.



Fazit


Die Frozen Shoulder ist mehr als nur eine schmerzhafte Schultererkrankung. Sie ist ein Beispiel dafür, wie eng Körperfunktionen miteinander verknüpft sind und wie wichtig es ist, bei hartnäckigen Beschwerden auch über den Tellerrand zu blicken. Eine ganzheitliche Herangehensweise, wie sie die Osteopathie bietet, kombiniert mit spezifischen Therapien wie der Matrix-Rhythmus-Therapie, kann den Heilungsverlauf deutlich verkürzen. Betroffene profitieren davon, dass nicht nur das Symptom – die steife Schulter – behandelt wird, sondern auch den tieferliegenden Ursachen auf den Grund gegangen wird. So wird die Schulter nicht nur „aufgetaut“, sondern erhält langfristig ihre Beweglichkeit und Gesundheit zurück.



FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Thema Frozen Shoulder:


Welche Symptome treten bei einer Frozen Shoulder auf?

Zu den häufigsten Anzeichen gehören starke Schulterschmerzen, besonders bei Bewegungen über Kopfhöhe oder Rotationsbewegungen. Zudem nimmt die Beweglichkeit nach und nach ab. Im fortgeschrittenen Stadium können schon kleinste Bewegungen sehr schmerzhaft sein, während die Schulter mit der Zeit immer „steifer“ wird.

Wie lange dauert eine Frozen Shoulder in der Regel?

Die Erkrankung kann sich über Monate bis hin zu zwei Jahren oder länger hinziehen. Meist wird sie in drei Phasen eingeteilt: „Einfrierphase“ (zunehmende Schmerzen und Bewegungseinschränkung), „Gefrorene Phase“ (anhalte Steifheit, oft weniger Schmerz) und „Auftauphase“ (allmähliche Erholung). Der genaue Verlauf variiert individuell.

Wer ist besonders anfällig für eine Frozen Shoulder?

Menschen zwischen 40 und 60 Jahren sind häufiger betroffen, Frauen etwas häufiger als Männer. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko bei Patientinnen und Patienten mit Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Problemen. Auch längere Ruhigstellungen der Schulter nach Verletzungen oder Operationen können die Entstehung begünstigen.

Wie wird eine Frozen Shoulder diagnostiziert?

Der Arzt oder die Ärztin klärt zunächst die Krankengeschichte und führt eine körperliche Untersuchung durch, bei der die Beweglichkeit der Schulter getestet wird. Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT können helfen, andere Ursachen für die Schulterbeschwerden auszuschließen und den Zustand der Gelenkkapsel genauer zu beurteilen.

Warum entwickelt sich eine Frozen Shoulder oft scheinbar „grundlos“?

In vielen Fällen lässt sich keine eindeutige Ursache feststellen. Es wird angenommen, dass bei manchen Menschen das Immunsystem eine Entzündungsreaktion in der Schulterkapsel auslöst. Auch kleinste Verletzungen oder anhaltende Überbelastungen können dazu beitragen, ohne dass ein konkretes Ereignis erinnerlich ist.

Kann eine Frozen Shoulder von selbst heilen?

Ja, häufig bessern sich die Symptome im Verlauf der Zeit auch ohne invasive Maßnahmen. Jedoch dauert dieser Prozess mitunter sehr lange, weshalb eine begleitende Therapie empfehlenswert ist. So können Schmerzen gelindert und die Schulterbeweglichkeit gefördert werden, was den Heilungsverlauf positiv beeinflusst.

Welche Übungen helfen bei einer Frozen Shoulder?

Besonders effektiv sind regelmäßige, vorsichtige Dehnübungen und Mobilisationsübungen für die Schulter. Beispiele sind das Pendeln des Arms, vorsichtiges Ausstrecken an einem Türrahmen oder passive Bewegungen mit einem Gymnastikstab. Wichtig ist, die Übungen nur bis zur Schmerzgrenze durchzuführen und sich gegebenenfalls von Physiotherapeuten anleiten zu lassen.

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Ein chirurgischer Eingriff oder eine Mobilisation in Narkose wird vor allem dann erwogen, wenn konservative Therapien (Physiotherapie, Medikamente, Injektionen) über einen längeren Zeitraum keine ausreichende Besserung bringen. Die Entscheidung sollte stets individuell getroffen und gut mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin besprochen werden.

Welche Rolle spielen Schonung und Bewegung?

In der Einfrierphase sind Schonung und schmerzarme Bewegungen wichtig, um übermäßige Reizung zu vermeiden. Gleichzeitig ist sanfte Mobilisation essenziell, um weitere Einsteifungen zu verhindern. Ein ausgewogener Mittelweg zwischen Entlastung und aktiver Bewegung ist daher entscheidend.

Gibt es Faktoren im Alltag, die das Risiko für eine Frozen Shoulder erhöhen?

Längere Ruhigstellungen (z. B. durch Gips nach einem Bruch), monotone Bewegungsabläufe im Beruf oder Sport sowie chronische Erkrankungen können das Risiko erhöhen. Auch psychischer Stress und eine ungünstige Schlafposition werden gelegentlich als begünstigende Faktoren diskutiert.

Kann eine Frozen Shoulder beide Schultern gleichzeitig betreffen?

In seltenen Fällen ja. Meist tritt sie jedoch einseitig auf. Es kann passieren, dass sich nach einer abgeklungenen Erkrankung auch die andere Schulter entzündet, allerdings ist das nicht der Regelfall.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei der Frozen Shoulder?

Eine allgemeine gesunde Ernährung kann den Heilungsprozess unterstützen, indem sie das Immunsystem stärkt und Entzündungsprozesse positiv beeinflusst. Es gibt jedoch keine spezielle „Frozen Shoulder-Diät“. Ausreichend Flüssigkeit, Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe sowie entzündungshemmende Lebensmittel (z. B. Gemüse, Obst, Omega-3-Fettsäuren) können das Wohlbefinden steigern.

Ist eine Frozen Shoulder immer dauerhaft oder kann die Schulter wieder vollständig genesen?

Bei vielen Betroffenen stellt sich nach Abschluss der „Auftauphase“ eine nahezu normale Beweglichkeit wieder ein. Der Heilungsprozess kann jedoch lange dauern und die Schulter bleibt bei einigen Menschen leicht eingeschränkt. Mit einer konsequenten Therapie, Geduld und regelmäßigen Übungen sind die Aussichten in der Regel gut.


 
 
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