Bonusmaterial zum Buch!

Ernährung bei Arthrose:
entzündungsarm, alltagstauglich, genussvoll
Hier finden Sie Rezepte, die Entzündung dämpfen, den Gelenkstoffwechsel unterstützen und Sie ohne Dogmen ins Handeln bringen.
Rezepte für eine antientzündliche Ernährung
Frühstück
Hafer-Porridge mit Beeren & Walnüssen
Zutaten:
-
70 g zarte Haferflocken
-
250 ml Hafer- oder Mandeldrink
-
1 TL Leinsamen geschrotet
-
1 TL Chiasamen
-
1 Handvoll Beeren (TK ok)
-
1 EL Walnüsse
-
1 Prise Zimt
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Beta‑Glucane aus Hafer, Omega‑3 aus Leinsamen/Chia, Polyphenole aus Beeren, Walnuss‑Omega‑3.
Zubereitung:
-
Nüsse/Toppings bereitstellen. Optional Walnüsse kurz in einer trockenen Pfanne 2–3 Min. rösten.
-
Pflanzendrink in einem Topf aufkochen. Haferflocken einrühren, Hitze reduzieren.
-
5–7 Min. sanft köcheln lassen, dabei rühren, bis der Brei cremig ist.
-
Zimt hinzugeben.
-
Vom Herd nehmen, 2 Min. nachdicken lassen. In eine Schüssel füllen, mit Obst/Beeren und Nüssen bestreuen.
Proteinquark mit Leinöl & Apfel-Zimt
Zutaten:
-
250 g Skyr oder Sojaquark
-
1 TL kaltgepresstes Leinöl
-
1 Apfel gewürfelt
-
1 TL Zimt
-
1 EL gehackte Mandeln
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Leinöl liefert ALA‑Omega‑3; Zimt & Apfel reich an Polyphenolen; hoher Proteingehalt.
Zubereitung:
-
Quark/Joghurt in einer Schüssel glatt rühren; hochwertiges Leinöl einrühren.
-
Apfel vorbereiten (waschen, würfeln/reiben). Mandeln grob hacken.
-
Joghurt/Quark in eine Schale geben und mit dem Apfel, sowie den Mandeln bestreuen.
-
Mit Zimt abrunden und sofort servieren.
Chia-Pudding Mango-Limette
Zutaten:
-
3 EL Chiasamen
-
200 ml Kokosdrink
-
1/2 Mango gewürfelt
-
Abrieb & Saft 1/2 Limette
-
1 EL Kokosraspel
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Chia liefert Omega‑3 und Ballaststoffe; Mango liefert Carotinoide; Limette Vitamin C.
Zubereitung:
-
Chiasamen mit 200 ml Kokosdrink in einer Schüssel vermengen (gut rühren, damit nichts klumpt).
-
10 Min. stehen lassen, erneut umrühren, dann 15–30 Min. (oder über Nacht) im Kühlschrank quellen lassen.
-
Mango vorbereiten: schälen, würfeln; Zitrusabrieb/-saft zugeben.
-
Chia-Basis cremig rühren, in Gläser füllen und mit Obst, Kokosraspeln bzw. Toppings servieren.
Vollkorn-Avocado-Toast mit Kresse
Zutaten:
-
2 Scheiben Vollkornbrot
-
1/2 Avocado
-
1 EL Zitronensaft
-
Salz
-
Pfeffer
-
Chiliflocken
-
1 Kästchen Kresse
Zubereitung:
-
Vollkornbrot nach Wunsch toasten.
-
Avocado zerdrücken.
-
mit Zitrone, Salz, Pfeffer und den Chiliflocken vermengen.
-
Das Vollkornbrot bestreichen und mit der Kresse bestreuen.
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Einfach ungesättigte Fette & Kalium; Kresse enthält Senföle.
Kurkuma-Ingwer-Porridge
Zutaten:
-
60 g Haferflocken
-
250 ml Haferdrink
-
1/2 TL Kurkuma
-
1/4 TL Ingwer
-
Prise Pfeffer
-
1 Dattel gehackt
-
1 EL Pistazien
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Curcumin (mit Pfeffer besser bioverfügbar) wirkt antientzündlich.
Zubereitung:
-
Nüsse/Toppings bereitstellen. Optional Walnüsse kurz in einer trockenen Pfanne 2–3 Min. rösten.
-
Pflanzendrink in einem Topf aufkochen. Haferflocken einrühren, Hitze reduzieren.
-
5–7 Min. sanft köcheln lassen, dabei rühren, bis der Brei cremig ist.
-
Zimt, Kurkuma, Ingwer und Dattel unterrühren; bei Kurkuma eine Prise Pfeffer zugeben.
-
Vom Herd nehmen, 2 Min. nachdicken lassen. In eine Schüssel füllen, mit Beeren und Pistazien bestreuen.
Mittagessen
Lachs auf Ofengemüse & Zitronen-Tahini
Zutaten:
-
150–200 g Lachs (oder Räuchertofu)
-
1 Süßkartoffel
-
1 Zucchini
-
1 rote Zwiebel
-
1 EL OlivenölSalz
-
Pfeffer
-
Sauce: 1 EL Tahini, 1 EL Zitronensaft, etwas Wasser
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Omega‑3 (EPA/DHA) aus Lachs; buntes Gemüse liefert Antioxidantien.
Zubereitung:
-
Ofen auf 200 °C vorheizen. Gemüse putzen und in gleichmäßige Stücke schneiden, mit Öl, Salz, Pfeffer mischen.
-
Gemüse auf ein Blech geben und 20–25 Min. rösten.
-
Lachsfilet salzen/pfeffern, die letzten 10–12 Min. mit aufs Blech legen (je nach Dicke).
-
Tahini mit Zitronensaft und etwas Wasser zu einer cremigen Sauce rühren und zum Servieren darübergeben.
Quinoa-Gemüse-Bowl mit Kurkuma-Kichererbsen
Zutaten:
-
80 g Quinoa
-
1 Dose Kichererbsen
-
1 Paprika
-
1 Handvoll Spinat
-
1 TL Olivenöl
-
1/2 TL Kurkuma
-
Prise Pfeffer
-
Zitronensaft
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Ballaststoffe & pflanzliches Protein; Kurkuma antiinflammatorisch.
Zubereitung:
-
1) Quinoa gründlich waschen, in der doppelten Menge Wasser mit einer Prise Salz 12–15 Min. garen; 5 Min. nachquellen lassen.
-
Kichererbsen abgießen, abspülen und in wenig Öl mit Kurkuma und Pfeffer 3–5 Min. anrösten.
-
Gemüse (z. B. Paprika, Spinat) waschen, schneiden; roh verwenden oder kurz andünsten.
-
Alles in einer Schale arrangieren, mit Zitronensaft und ggf. Olivenöl abschmecken.
Mediterraner Linsensalat
Zutaten:
-
150 g gekochte Belugalinsen
-
10 Cherrytomaten
-
1/2 Gurke
-
6 Oliven
-
1 EL Olivenöl
-
1 EL Rotweinessig
-
Petersilie
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Polyphenole aus Oliven/Essig; Linsen: Protein & Eisen.
Zubereitung:
-
Vorhandene gekochte Linsen bereitstellen (oder trockene Linsen in Salzwasser bissfest garen, abgießen, abkühlen).
-
Gemüse (Tomaten, Gurke, Zwiebel, Kräuter) klein würfeln/hacken.
-
Dressing anrühren: Olivenöl, Essig/Zitrone, Pfeffer, optional Salz.
-
Alles locker mischen, 5–10 Min. durchziehen lassen und servieren.
Kohlrabicremesuppe mit Dill & Zitrone
Zutaten:
-
2 Kohlrabi
-
1 Kartoffel
-
1 Schalotte
-
1 EL Olivenöl
-
500 ml Gemüsebrühe
-
Dill
-
Zitronenabrieb
Zubereitung:
-
Gemüse schälen/putzen und würfeln, Schalotte fein schneiden.
-
In Öl 2–3 Min. anschwitzen, mit Brühe aufgießen und 10–15 Min. weich kochen.
-
Fein pürieren (bei Cremesuppen), mit Kräutern und Zitrone abschmecken.
-
Heiß servieren; nach Wunsch mit Joghurt und Öltröpfchen garnieren.
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Leicht verdaulich, vitaminreich; Zitrone hebt die Frische.
Gebratener Tofu auf Asia-Gemüse
Zutaten:
-
200 g Naturtofu
-
1 rote Paprika
-
1 Karotte
-
1 Handvoll Brokkoli
-
1 TL Sesamöl
-
1 EL Tamari
-
1 TL Ingwer gerieben
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Ingwer antiinflammatorisch; reich an Vitamin C und Carotinoiden.
Zubereitung:
-
Tofu in Würfel schneiden und trocken tupfen. Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
-
Pfanne oder Wok erhitzen, etwas Öl zugeben und Tofu rundum 4–5 Min. goldbraun anbraten; herausnehmen.
-
Gemüse bei hoher Hitze 3–4 Min. sautieren, Ingwer/Knoblauch zugeben.
-
Mit Tamari/Sojasauce ablöschen, Tofu zurück in die Pfanne, kurz schwenken und servieren.
Snack
Hummus & Gemüsesticks
Zutaten:
-
120 g Kichererbsen (gekocht)
-
1 EL Tahini
-
Zitronensaft
-
Kreuzkümmel
-
Sticks aus Möhre, Gurke, Paprika
Zubereitung:
-
Kichererbsen abgießen, mit Tahini, Zitronensaft, Kreuzkümmel und wenig Wasser sehr fein pürieren.
-
Gemüse zu Sticks schneiden. Hummus in eine Schale füllen und mit Sticks servieren.
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Ballaststoffreich, Sesam liefert Sesamol; stabiler Blutzucker.
Walnuss-Dattel-Bites
Zutaten:
-
6 Datteln
-
6 Walnusshälften
-
Prise Zimt
Zubereitung:
-
Datteln aufschneiden.
-
Walnuss hinein.
-
Zimt darüber.
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Schnell, ALA‑Omega‑3 aus Walnüssen; natürliche Süße.
Apfelscheiben mit Mandelmus
Zutaten:
-
1 Apfel in Spalten
-
1 EL Mandelmus
-
Zimt
Zubereitung:
-
Apfel mit Mandelmus bestreichen.
-
Zimt darüber.
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Pektin + Mandelfette; sättigend.
Edamame mit Meersalz & Chili
Zutaten:
-
200 g Edamame (TK)
-
Meersalz
-
Chiliflocken
Zubereitung:
-
Edamame 5 Min. in kochendem Wasser garen, abgießen gut abtropfen lassen.
-
Mit Meersalz und Chili bestreuen und warm servieren.
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Proteinreich, Isoflavone, wenig Kalorien.
Chia-Joghurt-Minibecher
Zutaten:
-
100 g Joghurt (pflanzlich)
-
1 EL Chiasamen
-
Obst oder Beeren nach Wahl
-
1 TL Honig
-
1/2 TL Vanille
-
Kokosraspel
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Omega‑3 & Protein, kleine Portion gegen Heißhunger.
Zubereitung:
-
Chiasamen mit der angegebenen Flüssigkeit in einer Schüssel/Glas vermengen (gut rühren, damit nichts klumpt).
-
10 Min. stehen lassen, erneut umrühren, dann 15–30 Min. (oder über Nacht) im Kühlschrank quellen lassen.
-
Obst (z. B. Mango) vorbereiten: schälen, würfeln
-
Chia-Basis cremig rühren, in Gläser füllen und mit Obst, Kokosraspeln servieren.
Abendbrot
Lauwarmer Linsensalat mit Ofenkürbis
Zutaten:
-
200 g Hokkaido
-
120 g gekochte Linsen
-
Rucola
-
1 EL Olivenöl
-
1 EL Balsamico
-
Kürbiskerne
Zubereitung:
-
Linsen bereitstellen.
-
Ofenkürbis kleinwürfeln
-
Dressing anrühren: Olivenöl, Balsamico, Zitrone, Pfeffer, optional Salz.
-
Alles locker mischen, 5–10 Min. durchziehen lassen und servieren.
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Sättigend, viel Beta‑Carotin, gute Fette.
Tomaten-Bohnen-Eintopf (schnell)
Zutaten:
-
1 Dose Tomaten, 1 Dose weiße Bohnen
-
1 Zwiebel
-
1 TL Olivenöl
-
Oregano
-
Pfeffer
Zubereitung:
-
Zwiebel anschwitzen.
-
Tomaten & Bohnen zugeben.
-
Würzen.
-
10 Minuten köcheln lassen.
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Lycopin + Ballaststoffe, abends leicht.
Ofenfeta mit Gemüse (oder Tofu)
Zutaten:
-
150 g Feta/Tofu
-
Paprika
-
Zucchini
-
rote Zwiebel
-
1 TL Olivenöl
-
Oregano
Zubereitung:
-
Ofen auf 200 °C vorheizen. Gemüse putzen, grob würfeln, mit Öl und Oregano mischen.
-
In eine Auflaufform geben, Feta/Tofu daraufsetzen und 15–20 Min. backen.
-
Heiß direkt aus der Form servieren.
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Eiweißreich, Lycopin
Zucchini-Kräuter-Omelett
Zutaten:
-
2–3 Eier
-
1 kleine Zucchini geraspelt
-
1 TL Olivenöl
-
Kräuter (Dill/Petersilie)
-
Kurkuma
-
Pfeffer
-
Salz
Zubereitung:
-
Eier verquirlen (oder Tofu zerbröseln) und würzen.
-
Öl in einer Pfanne erhitzen, Zucchini 2–3 Min. sautieren.
-
Eier/Tofu mit Kurkuma zugeben und bei mittlerer Hitze unter sanftem Rühren stocken lassen.
-
Mit Pfeffer/Salz abschmecken und sofort servieren.
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Proteinreich, leicht verdaulich, viele Mikronährstoffe.
Fenchel-Orangen-Salat mit Walnüssen
Zutaten:
-
1 kleine Fenchelknolle
-
1 Orange
-
1 EL Walnüsse
-
1 TL Olivenöl
-
1 TL Weißweinessig
Zubereitung:
-
Fenchel fein hobeln; Orange filetieren, dabei austretenden Saft auffangen.
-
Olivenöl und Essig mit Orangensaft verrühren, mit Fenchel und Nüssen mischen.
-
Kurz durchziehen lassen und frisch servieren.
Anti‑Entzündungs‑Hinweise:
Vitamin C, Anethol aus Fenchel, ALA‑Omega‑3.
Downloads & Tools
Praktische Helfer für Ihren Alltag
Übungen zum Buch
Die osteopathische Selbstbehandlung der Schulter
Pendeln mit dem Arm (Codman-Pendeln)
Ziel: Entlastung, Mobilisierung, Schmerzlinderung
So geht’s :
-
Beugen Sie sich leicht nach vorn, und stützen Sie den gesunden Arm auf einem Tisch auf.
-
Der betroffene Arm hängt locker nach unten.
-
Lassen Sie den Arm entspannt vor- und zurückpendeln, dann schwingen Sie ihn seitlich und schließlich kreisend.
Dauer: je Bewegungsrichtung 30 Sekunden
Frequenz: 2–3-mal täglich
Tuchzug hinter dem Rücken
Ziel: Verbesserung der Innenrotation
So geht’s:
-
Halten Sie ein Handtuch mit einer Hand über die Schulter nach hinten, und greifen Sie es mit der anderen Hand von unten.
-
Ziehen Sie die Hände langsam aufeinander zu, ohne etwas zu erzwingen.
-
Wenn Sie nicht weiterkommen, halten Sie die Position 20–30 Sekunden.
Dauer: 3–5 Wiederholungen pro Seite
Frequenz: 2-mal täglich
Wandkrabbeln
Ziel: Verbesserung der Flexion
So geht’s:
-
Stellen Sie sich frontal zur Wand, und setzen Sie die Fingerspitzen an die Wand.
-
»Krabbeln« Sie mit den Fingern hoch, bis ein leichter Dehnreiz entsteht.
-
»Krabbeln« Sie langsam zurück.
Dauer: 5–10 Wiederholungen
Frequenz: 2-mal täglich
Isometrisches Drücken gegen die Wand
Ziel: Stabilisation ohne Bewegung
So geht’s:
-
Stellen Sie sich seitlich zur Wand, und winkeln Sie den Ellbogen im 90°-Winkel an.
-
Drücken Sie den Handrücken gegen die Wand, ohne die Schulter zu bewegen.
-
Halten Sie die Spannung 5–10 Sekunden.
Dauer: 5–8 Wiederholungen
Frequenz: 1–2-mal täglich
Schulterblattretraktion im Stand oder Sitz
Ziel: Aktivierung der hinteren Schulter- und Rumpfmuskulatur
So geht’s:
-
Stellen oder setzen Sie sich aufrecht hin, und lassen Sie die Arme seitlich hängen.
-
Ziehen Sie die Schulterblätter bewusst nach hinten unten (nicht nach oben!).
-
Halten Sie die Position für etwa 5 Sekunden, dann lassen Sie locker.
Dauer: 10–15 Wiederholungen
Frequenz: täglich
Wandengel
Ziel: Haltung verbessern, Beweglichkeit und Stabilität fördern
So geht’s:
-
Stellen Sie sich mit dem Rücken zur Wand, und lehnen Sie Schultern und Arme an.
-
Führen Sie die Arme langsam nach oben und unten, ohne dass sie sich von der Wand lösen.
-
Wichtig: Gehen Sie nur so weit, wie es schmerzfrei möglich ist.
Dauer: 10 Wiederholungen
Frequenz: 3–4-mal pro Woche
Die osteopathische Selbstbehandlung des Ellbogens
Kreuzreibungsmassage für die Faszien
Ziel: Durchblutung, Mobilisierung, Schmerzlinderung
So geht’s:
-
Legen Sie den betroffenen Arm bequem auf einem Tisch ab.
-
Massieren Sie sanft das Gewebe um Ihren Ellbogen. Sie können dazu mit Ihren Fingern senkrecht zu den Muskelfasern streichen.
-
Wenn Sie möchten, ziehen Sie mit Daumen und Zeigefinger wie mit einer Zange das Gewebe hoch.
Dauer: nach Bedarf ca. 60 Sekunden
Frequenz: 2–3-mal täglich
Mobilisation der Nerven
Ziel: Gleitfähigkeit der Armnerven
So geht’s:
-
Stehen oder sitzen Sie mit geradem Oberkörper und strecken Sie die Arme seitlich aus.
-
Drehen Sie Ihren Kopf nach links, um Ihre Hand zu sehen. Drehen Sie die Handfläche der linken Hand gleichzeitig nach oben.
-
Drehen Sie den Kopf zurück zur Mitte und die Handflächen nach unten, und wiederholen Sie die Übung auf der anderen Seite
Dauer: 10–15 Wiederholungen pro Seite
Frequenz: 2–3-mal täglich
Ausrollen des Unterarms
Ziel: Entspannung der Unterarmmuskulatur
So geht’s:
-
Legen Sie Ihren Unterarm auf einen Ball.
-
Rollen Sie nun den Ball langsam mit Ihrem Unterarm hin und her.
-
Der Fokus liegt auf den schmerzhaften Stellen.
Dauer: 1–2 Minuten
Frequenz: 1-mal täglich
Ausrollen der Schultermuskulatur
Ziel: Entspannung der Schulter- und Oberarmmuskulatur
So geht’s:
-
Stellen Sie sich mit dem Rücken zur Wand. Klemmen Sie einen kleinen Ball zwischen Schulterblatt und Wand.
-
Rollen Sie nun mit kreisenden Bewegungen über den Ball, sodass die Muskulatur der hinteren Schulter und des Oberarms massiert wird.
Dauer: 1–2 Minuten pro Seite
Frequenz: 1-mal täglich
Die osteopathische Selbstbehandlung der Hand- und Fingergelenke
Fasziale Handgelenksmobilisation (Myofascial Unwinding)
Ziel: Spannungen im Fasziennetz rund um das Handgelenk lösen
So geht’s:
-
Legen Sie Ihren Unterarm auf einen Tisch, die Handfläche zeigt nach oben.
-
Greifen Sie mit der anderen Hand locker Ihr Handgelenk und üben Sie ganz sanft (!) Zug in eine Richtung aus (z. B. leicht zur Seite oder in die Länge).
-
Halten Sie die Position, in der Sie den größten Zug spüren – ohne Druck, nur mit Geduld.
-
Warten Sie 60–90 Sekunden, bis ein Nachgeben im Gewebe spürbar wird (typisch: Wärmegefühl, Pulsieren oder Erleichterung).
Dauer: 1 - 2 Minuten pro Seite
Frequenz: 2-mal täglich
Flüssigkeitspumpe (lymphaktivierende Bewegung)
Ziel: Entstauung und Förderung des Gelenkstoffwechsels
So geht’s:
-
Lassen Sie die Hand locker nach unten hängen.
-
Führen Sie kleine, rhythmische Pumpbewegungen mit der Faust aus (schließen, öffnen, schließen …).
-
Schütteln Sie die Hand anschließend leicht aus, oder lassen Sie das Gelenk locker kreisen.
Dauer: 1–2 Minuten
Frequenz: 2-mal täglich
Mobilisation der Handwurzelknochen (sanfte Oszillation)
Ziel: Verbesserung der Beweglichkeit zwischen Speiche/Elle und den Karpalknochen
So geht’s:
-
Setzen Sie sich bequem hin, und halten Sie das betroffene Handgelenk mit der anderen Hand.
-
Umfassen Sie mit Daumen und Zeigefinger den Bereich knapp unterhalb der Handfläche (Übergang zur Handwurzel).
-
Führen Sie ganz kleine Wackelbewegungen (ca. 2–3 mm) in verschiedene Richtungen aus.
-
Achten Sie darauf, dass es nicht schmerzhaft ist – weniger ist mehr.
Dauer: 1 Minute
Frequenz: 2-mal täglich
Sehnengleiten aktiv unterstützen
Ziel: Erhalt der Gleitfähigkeit der Beugesehnen
So geht’s:
-
Strecken Sie den Arm nach vorn und die Finger langsam nach oben aus (wie ein „Stopp“-Zeichen).
-
Beugen Sie die Finger langsam, zuerst das Endglied, dann das Mittelglied, zuletzt das Grundgelenk – wie bei einer Schlange, die sich zusammenrollt.
-
Strecken Sie die Finger anschließend wieder bewusst aus.
-
Führen Sie die Bewegung langsam und kontrolliert aus, nicht ruckartig.
Dauer: 10-mal pro Hand
Frequenz: 2-mal täglich
Selbstbehandlung der Unterarmfaszien
Ziel: Linderung von Handgelenksbeschwerden, die ihren Ursprung im Unterarm haben
So geht’s:
-
Legen Sie Ihren Arm auf einen Tisch mit der Handfläche nach oben.
-
Greifen Sie mit den Fingern der anderen Hand den Unterarm im Bereich von Speiche und Elle.
-
Spüren Sie vorsichtig, ob Sie in Richtung Hand oder Ellbogen einen Zug in Muskulatur oder Faszien wahrnehmen.
-
Halten Sie die Stelle, an der Sie einen Widerstand spüren, für 60–90 Sekunden.
Diese Technik kann Schmerzen im Handgelenk lindern, die durch Spannungen im Unterarm entstehen.
Dauer: 60–90 Sekunden.
Frequenz: 1-mal täglich
Die osteopathische Selbstbehandlung des Kiefergelenks
Goldfisch-Übung
Ziel: Verbesserung der Kiefergelenkbeweglichkeit bei gleichzeitigem Erhalt der Gelenkführung
So geht’s:
-
Legen Sie je einen Finger links und rechts auf das Kiefergelenk (vor dem Ohrläppchen) und die Daumen unter das Kinn.
-
Öffnen Sie den Mund langsam zur Hälfte, und schließen Sie ihn wieder – ohne Bewegung zur Seite.
-
Achten Sie darauf, dass der Unterkiefer gerade bleibt.
Dauer: 15 Wiederholungen
Frequenz: 1–2-mal am Tag
Seitliches Schieben zur Mobilisation
Ziel: Mobilisation bei Gelenksteifheit
So geht’s:
-
Öffnen Sie den Mund ein wenig.
-
Schieben Sie den Unterkiefer langsam erst nach rechts, dann nach links.
-
Halten Sie die Position auf jeder Seite ca. 5 Sekunden.
Dauer: 5–10-mal pro Seite
Frequenz: 1–2-mal am Tag
Zwerchfellatmung zur Stressreduktion
Ziel: Entlastung des gesamten craniomandibulären Systems durch Stressabbau
So geht’s:
-
Legen Sie eine Hand auf den Bauch und die andere Hand auf die Brust.
-
Atmen Sie nun durch die Nase tief in den Bauch ein (die untere Hand hebt sich).
-
Atmen Sie langsam durch den Mund aus.
Dauer: 5–10 Atemzüge
Frequenz: Diese Übung können Sie nach Bedarf mehrmals am Tag wiederholen.
Die osteopathische Selbstbehandlung der Wirbelsäule
Fasziale Entspannung der Rückenmuskulatur (Myofascial Release)
Ziel: Spannungen entlang der Wirbelsäule lösen
So geht’s:
-
Legen Sie sich auf den Rücken, und winkeln Sie die Beine an.
-
Legen Sie zwei Tennisbälle oder eine Doppelrolle („Duoball“) rechts und links der Wirbelsäule unter die BWS.
-
Atmen Sie ruhig ein und aus, und lassen Sie dabei Ihr Gewicht in die Bälle sinken.
-
Rollen Sie nun langsam (z. B. mit kleinen Beckenkippungen) 2–3 cm auf und ab.
-
Wichtig: Legen Sie keinen Ball unter die Wirbelsäule selbst!
Dauer: 2–5 Minuten
Frequenz: 1-mal am Tag
Zwerchfell-Aktivierung bei Rückenschmerz
Ziel: Spannungsausgleich im Körperzentrum, Förderung des venös-lymphatischen Rückflusses
So geht’s:
-
Legen Sie sich entspannt auf den Rücken.
-
Legen Sie eine Hand auf den Brustkorb, die andere auf den Bauch.
-
Atmen Sie tief in den Bauch, sodass die untere Hand sich hebt.
-
Atmen Sie länger aus als ein, und entspannen Sie sich bewusst (6–8 Sekunden).
Dauer: 8–10 Atemzüge
Frequenz: 2–3-mal täglich
Katze-Kuh
Ziel: Mobilisation der Wirbelsäule – segmental und faszial
So geht’s:
-
Gehen Sie in den Vierfüßlerstand.
-
Heben Sie beim Einatmen das Brustbein an, und kippen Sie das Becken nach vorn („Kuh“).
-
Ziehen Sie beim Ausatmen das Kinn zur Brust, und machen Sie die Wirbelsäule rund („Katze“).
-
Spüren Sie jede Wirbelbewegung bewusst.
Dauer: 10 Wiederholungen
Frequenz: 2–3-mal, am besten morgens
Mikrobewegungen im Liegen (Somatische Regulation)
Ziel: Verbesserung der Eigenwahrnehmung, Lockerung tiefer Haltemuskeln
So geht’s:
-
Legen Sie sich auf den Rücken, und stellen Sie die Beine auf.
-
Versuchen Sie, Ihr Kreuzbein ganz leicht nach links und rechts zu rollen – aber nur 1–2 mm.
-
Wiederholen Sie das mit dem Brustbein, dem unteren Rippenbogen und dem Schulterblatt.
Diese Übung ist subtil, aber sehr wirksam für das „Feintuning“ des Nervensystems.
Dauer: 1–2 Minuten
Frequenz: 1–2-mal am Tag
Brustwirbelsäule mobilisieren mit Tuchrolle
Ziel: sanfte Mobilisation und Aufrichtung
So geht’s:
-
Legen Sie sich auf den Rücken, und legen Sie ein gerolltes Handtuch quer unter die Brustwirbelsäule.
-
Atmen Sie tief ein, und spüren Sie die Öffnung im Brustkorb.
-
Nehmen Sie dabei, wenn Sie möchten, die Arme über den Kopf.
Dauer: 1–2 Minuten
Frequenz: 1-mal täglich
Beckenschaukel zur Entlastung der LWS
Ziel: Mobilität der Lendenwirbelsäule und Beckenkontrolle erhöhen
So geht’s:
-
Legen Sie sich auf den Rücken, und stellen Sie die Beine auf.
-
Kippen Sie das Becken langsam vor, sodass Sie ein Hohlkreuz machen.
-
Kippen Sie Ihr Becken zurück, sodass Ihr Rücken wieder flach ist.
-
Führen Sie die Bewegung bewusst, ohne Schwung aus.
-
Achten Sie darauf, wie sich die Spannung im unteren Rücken verändert.
Dauer: 10 Wiederholungen, am besten abends
Frequenz: 1-mal täglich
Die osteopathische Selbstbehandlung der Hüftgelenke
Fasziale Beckenschaukel in Rückenlage
Ziel: Sanfte Mobilisation von Iliosakralgelenk (ISG) und Lendenwirbelsäule (LWS)
So geht’s:
-
Legen Sie sich auf den Rücken, und stellen Sie die Beine auf.
-
Kippen Sie das Becken sanft nach vorn, sodass Sie ein Hohlkreuz machen.
-
Kippen Sie das Becken zurück, sodass Ihr Rücken wieder flach ist.
-
Führen Sie die Bewegung bewusst und langsam aus. Achten Sie auf die Spannung in Bauch und Rücken.
-
Wenn Sie möchten, atmen Sie beim Vorkippen tief ein und beim Zurücksinken aus.
Dauer: 10–15 Wiederholungen
Frequenz: täglich morgens und abends
Mikrobewegung zur ISG-Entlastung im Sitzen
Ziel: Spannungsregulation über das Kreuzbein
So geht’s:
-
Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl. Die Füße stehen fest auf dem Boden.
-
Versuchen Sie, Ihr Kreuzbein ganz leicht (!) nach rechts und links zu schwingen – maximal 1–2 mm.
-
Spüren Sie, wie sich die Spannung in Becken, Rücken oder Hüfte verändert.
Diese Übung ist sehr subtil – Sie spüren eher, als sich zu bewegen.
Dauer: 2–3 Minuten
Frequenz: täglich morgens und abends
Hüftmobilisation in Rückenlage (aktive Traktion)
Ziel: Sanftes Entlasten des Hüftgelenks
So geht’s:
-
Legen Sie sich auf den Rücken. Ein Bein bleibt gestreckt, das andere winkeln Sie an.
-
Umfassen Sie das angewinkelte Bein unterhalb des Knies mit beiden Händen.
-
Ziehen Sie es ganz leicht in Richtung Brust, ohne den unteren Rücken zu bewegen.
-
Spüren Sie den sanften, langen Zug im Hüftgelenk.
-
Halten Sie die Position 20–30 Sekunden, und wechseln Sie die Seite.
Dauer: 2–3 Wiederholungen je Seite
Frequenz: 1–2-mal am Tag
Beckenbalance mit Kissen (Muskel-Faszien-Ausgleich)
Ziel: Gleichgewicht zwischen rechter und linker Beckenhälfte sanft wiederherstellen
So geht’s:
-
Legen Sie sich flach auf den Rücken.
-
Platzieren Sie ein kleines Kissen oder ein gefaltetes Handtuch unter einer Gesäßhälfte.
-
Atmen Sie tief ein und aus, und spüren Sie, wie Ihr Becken reagiert.
-
Verweilen Sie 2–3 Minuten in dieser Position, und wechseln Sie dann die Seite.
-
Sie sollten das Gefühl haben, schief zu sein oder ein Bein sei länger.
Dauer: 2-3 Minuten
Frequenz: 1–mal am Tag
Psoas-Dehnung ohne Belastung der LWS
Ziel: Spannungsregulation im Hüftbeuger (häufiger Verursacher von Beckenasymmetrien und Hüftschmerzen)
So geht’s:
-
Legen Sie sich im Bett auf den Rücken, möglichst nahe an die Kante.
-
Lassen Sie ein Bein vom Bett herunterhängen, und winkeln Sie das andere auf der Matratze an.
-
Spüren Sie die Dehnung an der Vorderseite des hängenden Beins.
-
Wenn Sie möchten, federn Sie leicht oder atmen Sie in die Dehnung hinein.
Dauer: 30 Sekunden pro Seite
Frequenz: 1–2-mal am Tag
„Schmelzgriff“ auf dem Hüftkamm (Faszienentspannung)
Ziel: Entlastung des ISG und des Oberschenkelbindenspanners (TFL)
So geht’s:
-
Setzen Sie sich bequem hin, oder legen Sie sich auf den Rücken.
-
Legen Sie die Finger beidseitig auf den vorderen Beckenkamm (oberhalb des seitlichen Hüftknochens).
-
Üben Sie ganz leichten Druck nach hinten unten oder vorsichtig nach innen aus.
-
Warten Sie, bis das Gewebe „schmilzt“ – spürbar durch Nachgeben, Wärme oder ein Gefühl der Entspannung.
Dauer: 1–2 Minuten pro Seite
Freuquenz: 1-mal am Tag
Fußsohlenaktivierung (fernsteuernde Wirkung auf Becken und Hüfte)
Ziel: Spannungsregulation über die „Beinlinie“ von der Fußsohle bis zum Becken
So geht’s:
-
Stellen Sie sich mit einem Fuß barfuß auf eine Igelmatte oder auf einen Tennisball.
-
Rollen Sie die Fußsohle langsam aus – von der Ferse über die Außenseite bis zu den Zehen.
-
Achten Sie darauf, wie Ihr Bein und Ihr Becken auf diese Reize reagieren.
Dauer: 2 Minuten pro Seite
Frequenz: 1–2-mal am Tag, am besten morgens oder nach langem Sitzen
Die osteopathische Selbstbehandlung des Kniegelenks
Beinpendel zur Mobilisation des Kniegelenks
Ziel: Gelenkflüssigkeit fördern, Bewegung entkoppeln
So geht’s:
-
Setzen Sie sich auf einen Tisch oder eine hohe Bank, sodass die Beine frei herunterhängen.
-
Pendeln Sie nun leicht mit einem Bein vor und zurück.
-
Das andere Knie bleibt völlig locker – keine Muskelspannung!
Dauer: 1–2 Minuten pro Bein
Frequenz: 1–2-mal am Tag
Fasziale Entspannung rund ums Knie (Myofascial Release)
Ziel: Spannungen in Oberschenkel- und Unterschenkelfaszien lösen
So geht’s:
-
Setzen Sie sich entspannt hin, und winkeln Sie ein Bein leicht an.
-
Legen Sie eine Hand oberhalb, die andere unterhalb der Kniescheibe auf die Beinvorderseite.
-
Üben Sie sanften Druck nach rechts, links, oben, unten aus.
-
Wenn Sie einen Widerstand oder Zug spüren, halten Sie die Position 60–90 Sekunden.
-
Warten Sie, bis sich das Gewebe entspannt („Schmelzgefühl“).
Dauer: 1–2 Minuten pro Seite
Frequenz: 1-mal am Tag
Pumpgriff zur Lymphaktivierung (Lymphdrainage-Technik)
Ziel: Entstauung und Schmerzlinderung bei Schwellung
So geht’s:
-
Setzen Sie sich entspannt hin
-
Legen Sie beide Hände oberhalb des Knies auf den Oberschenkel, und üben Sie mit den Fingerspitzen sanften Druck aus.
-
Drücken Sie rhythmisch in Richtung Becken: 1 Sekunde Druck – 1 Sekunde loslassen, wie eine Pumpe.
-
Wenn Sie möchten, massieren Sie leicht streichend vom Knie zur Leiste (Lymphrichtung).
Dauer: 2–3 Minuten
Frequenz: 1-mal täglich
Die osteopathische Selbstbehandlung an den Fußgelenken
Fasziale Fußrollmassage mit Ball
Ziel: Lösen faszialer Verklebungen, Schmerzlinderung
So geht’s:
-
Setzen oder stellen Sie sich bequem aufrecht hin.
-
Legen Sie einen Tennisball, Igelball oder Korkball vor sich. Rollen Sie langsam Ihre Fußsohle darauf aus.
-
Konzentrieren Sie sich besonders auf den Bereich zwischen Großzehenballen und Ferse (Plantarfaszie).
-
Verweilen Sie bei schmerzhaften Punkten, und atmen Sie bewusst in die Spannung hinein.
Dauer: 1–2 Minuten pro Fuß
Frequenz: 1-mal täglich
Mobilisation des oberen Sprunggelenks (OSG)
Ziel: Verbesserung der Dorsalextension (Bewegung des Fußes nach oben)
So geht’s:
-
Gehen Sie in einen einseitigen Kniestand oder einen einseitigen Ausfallschritt.
-
Verlagern Sie Ihr Gewicht langsam nach vorn, bis das Knie über die Zehenspitzen hinausreicht – aber nur so weit, wie es schmerzfrei möglich ist. Halten Sie diese Position für etwa 3 Sekunden, dann gehen Sie zurück in die Ausgangsposition. Anschließend die Bewegung wiederholen.
-
Achten Sie darauf, dass die Ferse am Boden bleibt.
Dauer: 10–15 Wiederholungen pro Seite
Frequenz: 1-2-mal am Tag
„Fußwurzel-Wackeln“ (Oszillation der Fußgelenke)
Ziel: Mobilisation der kleinen Gelenke in Mittelfuß und Fußwurzel
So geht’s:
-
Setzen Sie sich aufrecht hin, schlagen Sie ein Bein über das andere und nehmen Sie einen Fuß in die Hand.
-
Fixieren Sie die Ferse mit einer Hand, den Ballen mit der anderen.
-
Führen Sie kleine Wackelbewegungen (1–2 mm) zwischen Rückfuß und Vorfuß aus.
-
Testen Sie die Beweglichkeit in verschiedene Richtungen: auf und ab, drehend, seitlich verschiebend. Machen Sie dabei keine ruckartigen Bewegungen, sondern sanfte Übergänge.
Dauer: Je 30 Sekunden pro Bewegungsrichtung
Frequenz: 1-mal am Tag
Großzehengrundgelenk mobilisieren (bei Hallux rigidus)
Ziel: Erhalt der Beweglichkeit bei Arthrose im Großzehengelenk
So geht’s:
-
Setzen Sie sich aufrecht hin, schlagen Sie ein Bein über das andere und nehmen Sie einen Fuß in die Hand.
-
Umfassen Sie die Großzehe mit einer Hand, den Ballen mit der anderen.
-
Bewegen Sie die Zehe langsam nach oben und unten – nur im schmerzfreien Bereich.
-
Alternativ: Führen Sie kleine, kreisende Mikrobewegungen aus, um die Gelenkkapsel zu lockern.
Dauer: 1–2 Minuten
Frequenz: 1-mal täglich, am besten abends
Zwerchfellatmung zur ganzheitlichen Spannungsregulation
Ziel: Entspannung der faszialen Ketten von der Fußsohle bis zum Schädel
So geht’s:
-
Legen Sie sich auf den Rücken, und stellen Sie die Füße auf.
-
Platzieren Sie beide Hände auf dem Unterbauch.
-
Atmen Sie tief in den Bauch hinein. Beim Ausatmen lassen Sie bewusst Spannung los.
-
Stellen Sie sich vor, wie mit jedem Ausatmen Spannung über die Beine und Füße nach unten abfließt.
Dauer: 10–15 Atemzüge
Frequenz: 1-mal am Tag, am besten nach den Mobilisationsübungen
Fußspiegelübung: Rechte und linke Seite synchronisieren
Ziel: Ausgleich von Bewegungsmustern und Förderung der sensomotorischen Kontrolle
So geht’s:
-
Stellen Sie im Stehen oder Sitzen beide Füße nebeneinander auf.
-
Führen Sie mit den Zehen beider Füße identische Bewegungen aus, zum Beispiel Zehen spreizen, kreisen oder anheben.
-
Spüren Sie bewusst nach: Welche Seite fühlt sich flüssiger an?
-
Versuchen Sie nach und nach, die steifere Seite anzugleichen.
Diese Übung ist besonders hilfreich bei einseitiger Arthrose.
Dauer: 1-2 Minuten
Frequenz: 1–2–mal täglich
Aktivierung der Fußgewölbe (Stützmuskulatur)
Ziel: Stärkung der inneren Fußmuskulatur – wichtig für Haltung und Belastungsausgleich
So geht’s:
-
Stellen Sie sich barfuß aufrecht hin.
-
Drücken Sie sanft den Großzehenballen und die Ferse in den Boden. Gleichzeitig ziehen Sie den Fußinnenbogen leicht nach oben.
-
Spannen Sie nicht zu stark an – es soll sich wie ein sanftes „Dom-Bauen“ anfühlen.
-
Halten Sie die Position für 10 Sekunden.
Dauer: 3 Wiederholungen
Frequenz: 1–2–mal täglich














