Arthrose einfach erklärt: Was wirklich im Gelenk passiert und was Sie dagegen tun können
- Sascha Bade

- vor 2 Tagen
- 9 Min. Lesezeit
Arthrose gehört zu den häufigsten Gründen für Gelenkschmerzen. Trotzdem hält sich rund um das Thema viel Halbwissen. Viele denken bei Arthrose sofort an „Verschleiß“ und damit an etwas, das man nur ertragen kann, bis irgendwann eine Operation kommt. Das ist aber zu kurz gedacht.

Inhaltsverzeichnis:
Arthrose (medizinisch: Osteoarthritis) bedeutet: Das Gelenk verändert sich über längere Zeit. Der Knorpel kann dabei dünner werden und seine „Stoßdämpfer“-Eigenschaften verlieren. Gleichzeitig reagiert der Knochen unter dem Knorpel, es können knöcherne Anbauten entstehen (Osteophyten), und die Gelenkschleimhaut kann sich immer wieder reizen oder entzünden. Das Ergebnis ist nicht automatisch Schmerz, aber oft eine geringere Belastbarkeit und eine höhere Reizbarkeit des Systems.
Wichtig: Arthrose ist nicht nur Abrieb. Es ist eher ein Umbauprozess im Gelenk, der von Mechanik, Stoffwechsel, Entzündung, Belastung und Regeneration gemeinsam beeinflusst wird.

Was ist Arthrose?
Arthrose bedeutet, dass sich ein Gelenk über längere Zeit verändert. Oft wird das als „Knorpelverschleiß“ beschrieben, aber das greift zu kurz. In Tatsächlich ist Arthrose ein Umbauprozess im ganzen Gelenk. Der Knorpel ist zwar ein wichtiger Teil davon, aber eben nicht der einzige.
Der Knorpel kann dünner werden und verliert mit der Zeit einen Teil seiner „Stoßdämpfer“-Funktion. Er gleitet dann nicht mehr ganz so reibungslos, und das Gelenk reagiert empfindlicher auf Belastung.
Der Knochen unter dem Knorpel bleibt nicht passiv. Er kann sich verdichten und umbauen, manchmal entstehen auch knöcherne Anbauten. Das ist keine „Katastrophe“, sondern eine Anpassungsreaktion, die aber die Mechanik im Gelenk verändern kann.
Die Gelenkschleimhaut (Synovia) kann sich zeitweise reizen oder entzünden. Das ist oft der Moment, in dem ein Gelenk anschwillt, warm wird oder sich „überlastet“ anfühlt.
Kapsel, Bänder und Muskulatur spielen eine große Rolle für die Gelenkführung. Wenn Muskeln nicht gut arbeiten oder das Gelenk instabil geführt wird, steigt die Reizbarkeit. Gleichzeitig können Schutzspannungen entstehen, die Bewegung einschränken und Schmerzen verstärken.
Arthrose ist aber nicht automatisch gleichzusetzen mit Schmerz. Ich habe Patienten mit deutlichen strukturellen Veränderungen im Röntgenbefund, die kaum Beschwerden haben. Natürlich gibt es aber auch Fälle, wo relativ kleine Befunden, starke Schmerzen verursachen. Das liegt daran, dass Schmerz nicht nur von „Struktur“ abhängt, sondern auch von Reizung, Entzündung, Muskelspannung, Belastungssteuerung und der Empfindlichkeit des Nervensystems.
Deshalb ist bei Arthrose nicht nur die Frage entscheidend, „wie es im Bild aussieht“, sondern vor allem: Wie belastbar ist das Gelenk im Alltag.

Was passiert im Gelenk?
Ein gesundes Gelenk ist wie ein gut geöltes Lager. Es hat eine glatte Knorpelflächen, Gelenkflüssigkeit und eine stabile Führung durch Muskeln und Bänder. Bei Arthrose wird dieses „Zusammenspiel“ störanfälliger. Typisch bei Arthrose ist, dass der Knorpel mit der Zeit an Gleitfähigkeit und Belastbarkeit verliert. Dadurch reagiert das Gelenk schneller empfindlich, vor allem bei längerer oder ungewohnter Belastung. Häufig kommt außerdem eine Reizung der Gelenkschleimhaut dazu, was erklären kann, warum das Gelenk zeitweise anschwillt oder sich warm anfühlt.
Viele Betroffene entwickeln zusätzlich eine Art Schutzspannung in der Muskulatur rund ums Gelenk, die zwar kurzfristig stabilisieren soll, langfristig aber oft zu Steifigkeit und Bewegungseinschränkungen beiträgt. Und gerade wenn Beschwerden länger bestehen, kann sich das Nervensystem „hochregeln“: Schmerzen werden dann schneller ausgelöst und stärker wahrgenommen, auch wenn die Belastung objektiv gar nicht extrem ist.
Warum entsteht Arthrose?
Arthrose hat in den meisten Fällen nicht die eine, klare Ursache. Häufig ist es eher ein Zusammenspiel aus Belastung, Gewebequalität und Regeneration, das sich über Jahre entwickelt. Manche Faktoren kann man beeinflussen, andere nicht. Wichtig ist vor allem zu verstehen: Arthrose entsteht oft dort, wo die Anforderungen an ein Gelenk dauerhaft höher sind als das, was das System auf Dauer gut abfedern kann.
frühere Verletzungen oder Operationen, zum Beispiel am Meniskus oder Kreuzband. Solche Ereignisse können die Biomechanik des Gelenks verändern. Auch wenn die akute Verletzung längst ausgeheilt ist, kann das Gelenk danach sensibler auf Belastung reagieren.
einseitige Überlastung über lange Zeit, zum Beispiel durch wiederholte, gleichförmige Bewegungsmuster im Beruf oder Sport.
lange Inaktivität. Gelenke sind darauf angewiesen, regelmäßig bewegt und belastet zu werden. Wenn das ausbleibt, nehmen Muskelkraft und Koordination ab, die Gelenkführung wird schlechter.
Muskelkraft und Koordination, ein Gelenk ist nicht nur Knorpel und Knochen, sondern ein System, das von der Muskulatur geführt wird. Wenn diese Führung schwach oder unkoordiniert ist, entstehen mehr „Mikro-Ausweichbewegungen“, das Gelenk wird instabiler belastet und reagiert schneller gereizt. Viele Beschwerden entstehen dann weniger durch einzelne große Belastungen, sondern durch die Summe kleiner, ungünstiger Belastungen im Alltag.
Übergewicht, besonders bei Knie und Hüfte. Mehr Körpergewicht bedeutet mehr Last pro Schritt. Zusätzlich gibt es aber auch einen stoffwechselbedingten Anteil, denn Fettgewebe ist nicht nur ein „Speicher“, sondern kann Botenstoffe freisetzen, die Entzündungsprozesse im Körper begünstigen können. Das heißt nicht, dass Arthrose „nur am Gewicht liegt“, aber es kann ein relevanter Verstärker sein.
Achsen und Gelenkform beeinflussen die Lastverteilung. O-Beine oder X-Beine können dazu führen, dass bestimmte Bereiche im Gelenk stärker belastet werden als andere. Das ist nicht automatisch krankhaft, aber bei ungünstiger Kombination mit anderen Faktoren kann es die Entstehung oder das Fortschreiten begünstigen.
genetische Einflüsse und Alter. Mit zunehmendem Alter regeneriert Gewebe langsamer, und die Belastungsgeschichte eines Gelenks summiert sich. Gene können außerdem mitbestimmen, wie „robust“ Knorpel und Bindegewebe sind oder wie stark bestimmte Entzündungsprozesse ausfallen.
Typische Symptome
Häufig sind:
Anlaufschmerz nach Ruhe, morgens die ersten Schritte
Belastungsschmerz bei längerer Aktivität
Steifigkeit und nachlassende Beweglichkeit
Schwellung/Erguss nach Belastung oder in Reizphasen
Knacken/Knirschen (allein noch kein Alarmzeichen)
Ein guter Merksatz: Entscheidend ist weniger das Geräusch oder das Röntgenbild, sondern was Sie im Alltag können und wie belastbar das Gelenk ist.
Wie wird Arthrose diagnostiziert?
Oft reicht eine saubere Anamnese und Untersuchung. Bildgebung kann helfen, ist aber nicht immer nötig.
Röntgen zeigt vor allem Knochenveränderungen und Gelenkspalt
MRT zeigt zusätzlich Weichteile, Entzündungszeichen, Knochenmarkreaktionen
Was hilft wirklich bei Arthrose?
Bei Arthrose gibt es viele Angebote, Tipps und vermeintliche Wundermittel. Wenn man sich jedoch an dem orientiert, was in Leitlinien immer wieder als Basis empfohlen wird, landen Sie fast automatisch bei drei Bausteinen, die für die meisten Menschen entscheidend sind: Aufklärung und Selbstmanagement, gezieltes Training und, falls sinnvoll, Gewichtsreduktion. Diese Basics sind nicht spektakulär, aber sie sind in der Praxis oft genau das, was dauerhaft den größten Unterschied macht.
1) Gezieltes Training statt Schonung
Bewegung und strukturiertes Training gehören zur Basistherapie. Das gilt besonders für Knie und Hüfte. Gemeint ist nicht „ein bisschen spazieren gehen, wenn es passt“, sondern ein sinnvoll aufgebautes Programm aus Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Koordination.
Praxisnah bedeutet das vor allem drei Dinge:
Lieber regelmäßig und dosiert statt selten und zu intensiv. Ein Gelenk reagiert meist besser auf häufige, gut verträgliche Reize als auf gelegentliche Belastungsspitzen.
Kraft ist häufig der Gamechanger. Starke, gut ansteuerbare Muskulatur führt das Gelenk besser, verteilt Kräfte günstiger und sorgt dafür, dass Bewegungen stabiler und „ökonomischer“ werden. Das kann Schmerzen spürbar reduzieren, weil das Gelenk insgesamt weniger gereizt wird.
Schmerz darf als Signal da sein, aber Training sollte planbar bleiben. Bei Arthrose ist das Ziel nicht, jede Empfindung zu vermeiden, sondern Belastung so zu wählen, dass sie verlässlich vertragen wird. Hilfreich sind klare Leitplanken, zum Beispiel die 24-Stunden-Regel: Wenn sich das Gelenk nach einer Einheit innerhalb eines Tages wieder auf Ihr übliches Niveau beruhigt und keine deutliche Schwellung entsteht, sind Sie im grünen Bereich.

Wichtig: Training ist kein „entweder es hilft sofort oder es bringt nichts“. Es ist eher ein Prozess. Viele spüren erste Verbesserungen nach einigen Wochen, stabilere Effekte entstehen oft über Monate. Entscheidend ist, dass Sie so trainieren, dass Sie es auch langfristig beibehalten können.
2) Gewichtsreduktion
Nicht bei jedem spielt das Gewicht eine Rolle, aber bei Knie und Hüfte kann eine moderate Gewichtsabnahme spürbar entlasten. Weniger Gewicht bedeutet weniger Druck pro Schritt, weniger Last in Alltagssituationen wie Treppensteigen und Aufstehen und häufig auch weniger Reizphasen.
Fettgewebe ist nicht nur „Polster“, sondern kann entzündungsfördernde Botenstoffe freisetzen. Eine Gewichtsreduktion kann daher nicht nur die Mechanik verbessern, sondern auch die allgemeine Entzündungsbereitschaft im Körper günstig beeinflussen.
3) Aufklärung und Selbstmanagement
Je besser Sie verstehen, wie Arthrose funktioniert, desto besser können Sie Ihren Alltag steuern. Viele Beschwerden entstehen nicht nur durch einen Schaden im Gelenk, sondern durch eine Mischung aus Reizbarkeit, Belastung, Muskelspannung und manchmal auch einem Nervensystem, das über längere Zeit empfindlicher geworden ist. Wenn Sie diese Zusammenhänge kennen, können Sie Belastung gezielter aufbauen.
Selbstmanagement heißt dabei nicht, dass Sie alles alleine machen müssen. Sie haben einen Plan und können Entscheidungen treffen, die zu Ihrem Gelenk passen. Dazu gehören zum Beispiel klare Regeln für Belastungssteigerung, sinnvolle Pausen, ein Verständnis für Reizphasen und die Fähigkeit, Training so zu dosieren, dass es langfristig wirkt.

Ihr Experte zum Thema Arthrose im Osteoversum

Sascha Bade
(Medizinischer Leiter)
HP Osteopathie D.O.
Haben Sie Fragen ?
Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf:
Tel.: 040 35771101
Mail: praxis@osteoversum.de
FAQ:
Arthrose oder Arthritis: Was ist der Unterschied?
Arthrose ist in erster Linie ein Umbauprozess im Gelenk, der über Jahre entsteht. Dabei verändern sich nicht nur der Knorpel, sondern auch Knochen, Gelenkschleimhaut, Kapsel und die umliegende Muskulatur. Arthritis dagegen ist eine entzündliche Gelenkerkrankung. Das kann zum Beispiel eine rheumatische Erkrankung sein, aber auch andere Entzündungsformen sind möglich. Beide können sich ähnlich anfühlen, etwa durch Schmerz, Steifigkeit oder Schwellung. Entscheidend ist aber die Ursache, denn daraus ergibt sich auch, welche Behandlung sinnvoll ist. Wenn ein Gelenk stark gerötet, heiß geschwollen ist oder Allgemeinsymptome wie Fieber dazukommen, sollte man eher an eine Entzündung denken und das ärztlich abklären lassen.
Kann Knorpel wieder „nachwachsen“?
Knorpel hat nur eine begrenzte Regenerationsfähigkeit. Auch wenn er bedingt nachwächst, dauert es sehr lange. Ein vollständig „abgenutzter“ Knorpel wächst daher in der Regel nicht einfach wieder wie neu nach. Trotzdem ist das keine schlechte Nachricht, denn das Hauptziel in der Praxis ist meist nicht „Neuknorpel“, sondern bessere Funktion und weniger Beschwerden. Das erreicht man häufig über bessere Gelenkführung durch Muskulatur, weniger Reizung der Gelenkschleimhaut, bessere Belastungssteuerung und insgesamt mehr Belastbarkeit. Viele Menschen können ihre Schmerzen deutlich senken, obwohl sich im Bild nicht „alles zurückdreht“.
Darf ich mit Arthrose Sport machen?
ja, unbedingt. Bewegung und Training gehören zur Basistherapie, weil sie das Gelenk stabilisieren, die Muskulatur kräftigen und den Alltag wieder belastbarer machen. Wichtig ist nicht, ob Sie Sport machen, sonder mit einem klugen Aufbau, einer passenden Auswahl und einer Dosierung, die Ihr Gelenk gut verträgt. Wenn Sie unsicher sind, ist eine kurze Anleitung durch Physio oder therapeutisches Training oft der beste Start.
Wir unterstützen Sie auch dabei gerne.
Welche Sportarten sind oft gut geeignet?
Gut geeignet sind vor allem Sportarten, die planbar sind und sich leicht dosieren lassen. Für die meisten Menschen eignen sich Gehen, Nordic Walking, Radfahren (auch Ergometer), Schwimmen und Aqua-Fitness, Crosstrainer sowie ein gut aufgebautes Krafttraining. Je nach Gelenk und Ausgangslage kann auch leichtes Intervalltraining sinnvoll sein. Weniger günstig sind oft Sportarten mit vielen abrupten Richtungswechseln, Sprüngen oder Stop-and-go, wenn das Gelenk das aktuell nicht stabil abfedern kann.
Wärme oder Kälte?
Beides kann helfen. Wärme ist oft angenehm bei Steifigkeit, Muskelspannung und „Anlaufschmerz“, weil sie entspannen und die Beweglichkeit erleichtern kann. Kälte empfinden viele in Reizphasen mit Schwellung oder Wärmegefühl als wohltuend, weil sie die Beschwerden kurzfristig dämpfen kann. Sie düren hier ganz pragmatisch nach Wirkung entscheiden. Wenn es mit Wärme besser wird, nutzen Sie Wärme. Wenn Kälte besser hilft, dann Kälte.
Helfen Bandagen oder Orthesen?
Sie können hilfreich sein, vor allem wenn Sie Instabilität spüren, unsicher beim Gehen sind oder wieder in Aktivität kommen wollen. Bandagen geben oft Wärme, leichten Druck und ein besseres Körpergefühl, was manchen Schmerzen reduziert. Entlastungsorthesen können bei bestimmten Achsproblemen sinnvoll sein. Sie sind aber nur eine Unterstützung, kein Ersatz für Training. Langfristig soll das Gelenk durch Muskulatur und Koordination stabiler werden, nicht nur durch „Außen-Halt“.
Sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?
Die Datenlage ist gemischt. Manche Menschen berichten subjektiv über Besserung, andere merken gar nichts. Deshalb ist der nüchterne Weg: Wenn Sie etwas testen wollen, beginnen Sie zeitlich begrenzt (zum Beispiel 6 bis 12 Wochen), mit klaren Kriterien: Was soll besser werden, Schmerz, Treppensteigen, Gehstrecke, Schwellung? Entscheidend ist, Nahrungsergänzung nicht als Haupttherapie zu sehen. Die Basics bleiben Training, Belastungssteuerung, Selbstmanagement und Gewichtsmanagement.
Sind Hyaluron-Spritzen empfehlenswert?
In der Praxis ist es oft eine individuelle Abwägung: Beschwerdebild, Alternativen, Kosten, Erwartung. Wenn jemand es ausprobieren möchte, sollte man vorab sehr klar besprechen, was realistisch ist: eher eine mögliche Symptomlinderung bei einem Teil der Patienten, aber kein „Knorpelaufbau“ und keine Garantie.
Wann ist eine Operation sinnvoll?
Eine Operation wird dann relevant, wenn trotz konsequenter Basistherapie über längere Zeit die Lebensqualität deutlich eingeschränkt bleibt. Wenn Sie dauerhaft starke Schmerzen haben, deutliche Einschränkungen im Alltag, Schlafprobleme, oder eine instabile Gehfähigkeit, kann es Sinn ergeben. Es ist keine Entscheidung „nach Röntgenbild“, sondern nach Funktion, Leidensdruck und dem, was konservativ bereits wirklich ausgeschöpft wurde. Eine Gute Beratung fragt hier in erster Linie nach dem Ziel der OP, sowie welche Erwartungen sind realistisch, und wie sieht die Vorbereitung aus?
Muss ich regelmäßig Röntgenkontrollen machen?
Nicht automatisch. Sinnvoll ist Bildgebung dann, wenn sie eine konkrete Frage beantwortet, zum Beispiel bei neuen Symptomen, starkem Funktionsverlust, unklaren Befunden oder wenn eine OP-Entscheidung ansteht. Für den Alltag ist meist wichtiger, wie sich Schmerz, Belastbarkeit und Beweglichkeit entwickeln, nicht ob der Gelenkspalt auf einem Bild minimal anders aussieht.
Was hilft bei einem Arthrose-Schub?
Reduzieren Sie Belastung für kurze Zeit, bleiben aber in Bewegung.Zum Beispiel mit kurzen Spaziergängen oder leichten Mobilisationsübungen. Wärme oder Kälte nach Gefühl kann unterstützen. Achten Sie auf Schlaf und Stress, weil beides Schmerz deutlich beeinflusst. Wenn nötig, können zeitlich begrenzte symptomatische Maßnahmen helfen, damit Sie wieder beweglich werden. Wenn das Gelenk stark geschwollen, heiß oder gerötet ist, sollte es ärztlich abgeklärt werden.



