So hilft Osteopathie bei Arthrose
- Sascha Bade

- 10. Okt.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. Nov.
Ganzheitliche Unterstützung für bewegliche und schmerzfreie Gelenke

Inhaltsverzeichnis:
Viele Menschen glauben, Arthrose sei ein unausweichlicher Teil des Alterns. Doch so einfach ist es nicht: Arthrose ist nicht allein ein Verschleißproblem, sondern das Ergebnis einer gestörten Balance zwischen Belastung, Stoffwechsel und Regeneration.
Die gute Nachricht: Auch wenn der zerstörte Knorpel sich nicht wieder aufbauen lässt, kann man den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen – durch gezielte Bewegung, angepasste Ernährung und ganzheitliche Therapieformen wie die Osteopathie.
Wie entsteht eine Arthrose?
Jedes Gelenk lebt von Bewegung. Nur wenn es regelmäßig bewegt wird, wird der Knorpel über die Gelenkflüssigkeit (Synovia) mit Nährstoffen versorgt. Wird ein Gelenk jedoch einseitig, zu stark oder über viele Jahre hinweg belastet, stört das den Gelenkstoffwechsel. Der Knorpel verliert an Elastizität, seine Oberfläche wird rau und uneben. Durch die ständige Reibung entstehen Mikrorisse, und bestimmte Enzyme beginnen, das Knorpelgewebe weiter abzubauen. Dadurch nimmt der Verschleiß zu, der Gleitfilm wird dünner, und die Gelenkflächen reiben zunehmend aufeinander.
Doch Arthrose betrifft nicht nur den Knorpel: Auch Bänder, Gelenkkapsel und Knochen reagieren auf diese chronische Überlastung. Der Knochen verdichtet sich – es entsteht eine subchondrale Sklerosierung. Gleichzeitig bilden sich Knochenvorsprünge (Osteophyten), um die Kräfte neu zu verteilen.Was als Schutz gedacht ist, führt langfristig zu Deformationen des Gelenks (Arthrosis deformans) und schränkt die Beweglichkeit ein.
Kann die Knorpelschicht den Knochen nicht mehr abdichten, dringt Gelenkflüssigkeit in den Knochen ein. Dort bilden sich kleine Hohlräume – sogenannte Geröllzysten.Abgeriebene Zellreste und Stoffwechselprodukte reizen die Gelenkinnenhaut, es kommt zu einer Synovialitis (Kapselentzündung).In dieser Phase sammelt sich Flüssigkeit an – ein Gelenkerguss entsteht. Das Gelenk fühlt sich warm, geschwollen und steif an: die sogenannte aktivierte Arthrose.

Der Arthrose Kompass
Wie Sie Schmerzen lindern, Gelenke stärken und aktiv bleiben – Tipps und Übungen aus der Osteopathie
Von Sascha Bade
Bestell-Nr. 1588
ISBN-13: 978-3-8434-1588-0
Mehr als Verschleiß: Arthrose als Stoffwechselstörung
Die Knorpelzellen (Chondrozyten) sind hochsensible Strukturen, die auf ihr biochemisches Umfeld reagieren. Gerät dieses Milieu aus dem Gleichgewicht – etwa durch chronische Entzündungen, Bewegungsmangel, Durchblutungsstörungen oder eine ungünstige Ernährung – wird der Knorpel zunehmend „unterversorgt“.
Das Gelenk verliert die Fähigkeit zur Regeneration. Im Grunde handelt es sich also um ein biologisches Ungleichgewicht – ein System, das aus seiner Regulation geraten ist. Genau hier setzt die Osteopathie an: Sie betrachtet Arthrose nicht isoliert im Gelenk, sondern im Zusammenhang mit dem gesamten Körper – also mit Statik, Durchblutung, Lymphfluss, Stoffwechsel und vegetativem Nervensystem.
Wie kann Osteopathie bei Arthrose helfen?
Osteopathie ist eine ganzheitliche, manuelle Medizin, die den Körper als funktionelle Einheit begreift. Bei Arthrose geht es nicht nur um das betroffene Gelenk selbst, sondern auch um die umliegenden Strukturen, die seine Belastung beeinflussen: Muskeln, Faszien, Nerven und Blutgefäße.
Im Osteoversum suchen wir daher gezielt nach Ursachen von Fehlbelastungen – etwa durch:
eine veränderte Körperstatik (z. B. nach Operationen oder Unfällen)
Muskelspannungen oder fasziale Restriktionen, die die Gelenkführung verändern
Becken- oder Wirbelsäulenfehlstellungen, die Druck auf einzelne Gelenke erhöhen
gestörte Durchblutung oder Lymphzirkulation, die die Knorpelversorgung beeinträchtigt
Durch manuelle Techniken werden diese Dysbalancen aufgespürt und korrigiert.Das Ziel ist, den Druck vom Gelenk zu nehmen, die Beweglichkeit zu fördern und die Versorgung der umgebenden Gewebe zu verbessern.
Wirkungen osteopathischer Behandlung bei Arthrose
Ein osteopathischer Behandlungsansatz kann:
die Gelenkbeweglichkeit erhöhen
Druck- und Reibungskräfte reduzieren
Muskuläre Spannungen und fasziale Verklebungen lösen
den venösen und lymphatischen Abfluss verbessern
den Stoffwechsel im Gelenk anregen
und die Schmerzverarbeitung über das Nervensystem positiv beeinflussen
Begleitend empfehlen wir eine Kombination aus:
angepasstem Bewegungstraining (aktivierende, gelenkschonende Übungen)
entzündungshemmender Ernährung (z. B. Reduktion von Arachidonsäure, mehr Omega-3-Fettsäuren)
ausreichender Hydrierung
gezieltem Stressmanagement, um den Parasympathikus zu aktivieren
Diese Maßnahmen unterstützen die Wirkung der Osteopathie und helfen dem Körper, wieder in seine natürliche Selbstregulation zu finden.
Wann ist Osteopathie bei Arthrose sinnvoll?
Osteopathische Behandlung kann besonders hilfreich sein bei:
frühen Stadien der Arthrose, um Fehlbelastungen zu korrigieren
chronischen Gelenkbeschwerden, bei denen Schmerzen oder Steifheit bestehen
Bewegungseinschränkungen nach Operationen oder Unfällen
sekundären Muskel- und Faszienschmerzen, die durch Schonhaltungen entstehen
Osteopathie kann Arthrose zwar nicht heilen, aber sie kann viel bewirken. Sie verbessert die Funktion des Gelenks, lindert Schmerz und Spannung und fördert die biologische Selbstregulation des Körpers. Arthrose ist kein unabwendbares Schicksal – sie ist ein Signal, dass der Körper seine Balance verloren hat. Wer frühzeitig auf Bewegung, Ernährung und osteopathische Begleitung setzt, kann den Verlauf entscheidend verlangsamen – und häufig deutlich an Lebensqualität zurückgewinnen.
Ihr Weg zu mehr Beweglichkeit
Wenn Sie unter Arthrose leiden und wissen möchten, ob Osteopathie für Sie geeignet ist, beraten wir Sie gern persönlich. Vereinbaren Sie einen Termin – wir nehmen uns Zeit für Sie, Ihre Gelenke und Ihren Weg zurück in die Bewegung.
Im Osteoversum Hamburg ist Sascha Bade Ihr Experte für ganzheitliche Behandlung bei Arthrose.



