Eibischwurzel bei Erkältung: Sanfter Schutz für Hals und Rachen
- Sascha Bade

- vor 3 Tagen
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Aktualisiert: vor 2 Tagen
Nicht jeder Husten braucht starke Medikamente. Eibischwurzel schützt die Schleimhäute von Mund und Rachen, lindert Reizungen und verschafft spürbare Erleichterung, ohne den natürlichen Hustenmechanismus zu blockieren.

Inhaltsverzeichnis:
Die Eibischwurzel stammt vom Echten Eibisch (Althaea officinalis), einer traditionellen Heilpflanze aus der Familie der Malvengewächse. Medizinisch genutzt wird vor allem die Wurzel, da sie besonders reich an Schleimstoffen ist. Diese bestehen aus langkettigen Zuckermolekülen, die sich nach der Einnahme wie ein schützender Film über die Schleimhäute von Mund, Rachen und oberen Atemwegen legen.
Gerade bei Erkältungen, wenn die Schleimhäute gereizt oder entzündet sind, wirkt dieser Schutzfilm wohltuend. Er beruhigt die angegriffenen Oberflächen, reduziert mechanische Reize und dämpft so den Hustenreflex. Die Wirkung ist dabei nicht pharmakologisch im engeren Sinn, sondern vor allem physikalisch.

Wie wirkt Eibischwurzel im Körper?
Die Schleimstoffe der Eibischwurzel binden Reizstoffe auf der Schleimhaut und schirmen diese ab. Dadurch reagieren Hals und Rachen weniger empfindlich auf kalte Luft, trockene Raumluft oder Schlucken. Erste Untersuchungen deuten zudem auf eine leichte entzündungshemmende Wirkung hin sowie auf eine Förderung der lokalen Schleimhautheilung. Auch Effekte auf das unspezifische Immunsystem werden diskutiert, etwa eine gesteigerte Aktivität von Fresszellen. Diese Befunde stammen jedoch überwiegend aus L
abor- oder Beobachtungsstudien und sollten vorsichtig interpretiert werden.
Bei welchen Beschwerden hilft Eibischwurzelsaft besonders gut?
Eibischwurzelsaft eignet sich vor allem bei trockenem Reizhusten. Typische Einsatzgebiete sind:
trockener, quälender Hustenreiz
Halsschmerzen und Heiserkeit
Kratzen im Hals
trockene, gereizte Mund- und Rachenschleimhäute
Bei produktivem Husten mit festsitzendem Schleim wirkt Eibisch nicht schleimlösend. Er blockiert den Hustenreflex aber auch nicht zentral und kann daher begleitend zu schleimlösenden Präparaten eingesetzt werden.
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Anwendung und Dosierung
Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren werden meist bis zu viermal täglich 15 ml Sirup empfohlen. Für Kinder gelten altersabhängig geringere Dosierungen, die je nach Produkt variieren können. Maßgeblich sind stets die Herstellerangaben.
Wichtig für die Wirkung ist die richtige Einnahme: Der Sirup sollte langsam in kleinen Schlucken getrunken werden. Nach der Einnahme empfiehlt es sich, etwa 30 Minuten nichts zu essen oder zu trinken, damit sich der Schutzfilm ungestört aufbauen kann.
Was sagt die Wissenschaft?
Eibischwurzel ist in Deutschland als traditionelles pflanzliches Arzneimittel anerkannt. Auch die europäische Arzneimittelagentur bestätigt den Nutzen bei Reizhusten. Placebo-kontrollierte Studien sind rar, doch Beobachtungsdaten zeigen eine rasche Linderung der Beschwerden. In Anwenderbefragungen berichteten viele Betroffene über eine spürbare Besserung bereits nach wenigen Minuten. Laborstudien weisen zusätzlich auf entzündungshemmende und antioxidative Effekte hin.
Vergleich mit anderen Hausmitteln
Auch Honig, Zwiebelsirup oder Kräutertees werden häufig bei Husten eingesetzt. Honig zeigt ebenfalls reizlindernde Effekte, ist aber für Säuglinge ungeeignet. Zwiebelsirup wirkt vermutlich vor allem durch seine sirupartige Konsistenz. Kräuter wie Thymian oder Salbei entfalten eher schleimlösende oder desinfizierende Effekte. Eibischwurzel hebt sich durch ihre gezielte Schleimhautschutzwirkung besonders bei trockenem Reizhusten hervor.
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Für wen ist Eibischwurzelsaft geeignet?
Eibischwurzelsaft gilt als sehr gut verträglich. Nebenwirkungen sind kaum bekannt. Dennoch gelten einige Vorsichtsmaßnahmen:
Kinder unter 3 Jahren sollten bei Husten grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden.
Für Schwangere und Stillende liegen keine ausreichenden Sicherheitsdaten vor.
Diabetiker sollten auf den Zuckergehalt achten oder zuckerfreie Alternativen wählen.
Bei schweren Atemwegserkrankungen ersetzt Eibisch keine ärztliche Therapie.
Wichtig ist zudem ein zeitlicher Abstand von etwa einer Stunde zu anderen Medikamenten, da der Schleimfilm deren Aufnahme verzögern kann.





